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Bergatreute – Fritz Matthäus bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Bergatreute. Er ist nach Christoph Liebmann der zweite Bewerber, der bei der Wahl am 11. Oktober kandidiert. Der amtierende Bürgermeister Helmfried Schäfer tritt nach 24 Jahren im Amt nicht mehr an. Am 22. September findet in der Gemeindehalle die offizielle Kandidatenvorstellung statt (19.00 Uhr bis 21.00 Uhr).
Der 48-jährige hat einen Master in Management für Nonprofit-Organisationen und arbeitet als Softwareentwickler. Matthäus stammt aus Bad Waldsee. Nach über 25 Jahren und beruflichen Stationen in Osnabrück, Schwerin und Augsburg kehrte er 2025 mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in die schwäbische Heimat zurück und fand ein Zuhause in Bergatreute.
Sein beruflicher Werdegang begann mit der Ausbildung zum Goldschmied in Stuttgart. Anschließend ging er zum Studium nach Tübingen und. Matthäus arbeitete mehrere Jahre an der Hochschule Osnabrück, unter anderem in der Akquise und Verwaltung von Fördergeldern. Zeitgleich engagierte er sich kommunalpolitisch und wurde vom Rat der Stadt Osnabrück 2016 als sachkundiger Bürger in den Ausschuss für Feuerwehr und Ordnung berufen. 2017 wagte er dann den Sprung in die Selbstständigkeit und gründete mit seinem Bruder ein Unternehmen für Softwareentwicklung. „Vom Handwerk zum Studium, vom öffentlichen Dienst zum Unternehmer“, so fasst Matthäus selbst seine Berufserfahrung zusammen. „Meine vielfältigen beruflichen Erfahrungen möchte ich in Zukunft einbringen, um im bewährten Miteinander gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Bürgerinnen und Bürgern Bergatreute in eine gute Zukunft zu führen.“
Den Ausschlag für seine Kandidatur gab die Erfahrung des Ankommens. „Die Herzlichkeit, mit der wir aufgenommen wurden, und das Engagement der Menschen für ihre Gemeinde – das ist wirklich etwas Besonderes“, sagt Matthäus. Genau dafür wolle er Verantwortung übernehmen. In den kommenden Wochen will er möglichst viele Bürgerinnen und Bürger persönlich treffen. „Ob zu Hause oder am Wahlkampfstand, ich freue mich auf die Begegnungen“, so Matthäus.
Neben den derzeit drängenden Aufgaben sieht Matthäus den demografischen Wandel als zentrale Herausforderung. In Norddeutschland habe er erlebt, was passiert, wenn Gemeinden altern: Ein gutes Leben im Alter sei eine große Gemeinschaftsaufgabe, und zugleich müsse Bergatreute für junge Familien attraktiv bleiben. „Familien bedeuten Leben. Ohne sie lässt sich kein Verein halten, keine Infrastruktur und keine lokale Wirtschaft“, sagt er. Die begrenzten finanziellen Spielräume der Gemeinde seien ihm bewusst – doch als Unternehmer sehe er die Zukunft als Ort der Möglichkeiten und nicht der Probleme.
„Mein oberstes Ziel ist es, Bergatreute in seiner Lebendigkeit und Vielfalt zu bewahren und in eine gute Zukunft zu führen“, so Matthäus. „Das gelingt nur gemeinsam und im Austausch – deshalb: Menschen begegnen, Zukunft bewahren.“





























