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    „Mariä Himmelfahrt“

    Das „kleine Ostern“ im Hochsommer wurde in Haisterkirch groß gefeiert

    Foto: Rudi Martin
    veröffentlicht am: 18.08.2026
    Autor: Rudi Martin
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Haisterkirch – Auffallend viele Gläubige – in der Mehrzahl Frauen – besuchten am Sanstagabend (15. August) in der Haisterkircher Pfarrkirche St. Johannes Baptist einen sehr festlich gestalteten Gottesdienst. Gläubige aus der ganzen Seelsorgeeinheit Bad Waldsee waren nach Haisterkirch gekommen.

    Sie feierten hier an diesem herrlichen Sommerabend gemeinsam mit Pfarrer Stefan Werner und auch mit Pfarrer i. R. Josef Mattes einen Hochfest-Gottesdienst anlässlich des kirchlichen Feiertags „Mariä Aufnahme in den Himmel“. Gleich zu Beginn der hl. Messe erinnerte Pfarrer Stefan Werner daran, dass an diesem Tag das Hochfest weltweit in der katholischen Kirche gefeiert wird und sozusagen „Ostern im Hochsommer“ ansteht. Denn schließlich verbindet die beiden Feste den Sieg über den Tod. Beide Feste stehen sozusagen für die Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende unseres Lebens ist.

    Ursprünglich war dieses Hochfest, das heute landläufig immer noch „Mariä Himmelfahrt“ bezeichnet wird, einst auch bei uns ein geschützter Feiertag. In seiner Ansprache erläuterte dann Pfarrer Stefan Werner all die kirchenhistorischen Zusammenhänge und ließ dann auch noch symbolhaft kleine, süße Ostereier an die Gottesdienstbesucher durch die Minis austeilen. Das Hochfest geht übrigens auf ein Glaubensdogma zurück und drückt aus, dass Maria ihr ganzes Leben lang mit Leib und Seele für Jesus da war.

    Eine Besonderheit dieses „Hochfestes“ stellt die Segnung von Kräuterbüscheln gleich zu Beginn des Gottesdienstes dar. Dieses Brauchtum mit der Segnung von Kräuterbüscheln wird hier in Haisterkirch traditionsgemäß gepflegt. Am Vorabend des Hochfestes „Mariä Aufnahme in den Himmel“ hatten sich im Carport der Familie Volk in Haisterkirch etliche Frauen eingefunden, um bunte, kleine Kräuterbüschel zusammenzubinden.

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    Kathrin Eisele, die neue Vorsitzende des Gartenbauvereins Haisterkirch, freute sich über die rege Mitarbeit beim Büschelbinden und darüber, dass so viele Kräuter aus den Gärten mitgebracht worden waren. Die Büschel wurden in Körbe gelegt und vor dem Hauptaltar aufgestellt. Auch vor dem Marien-Seitenaltar waren zur Segnung eine große Anzahl von Büscheln von Gläubigen aus der ganzen Seelsorgeeinheit ausgelegt worden.

    Für die festliche, musikalische Umrahmung sorgte zum einen das Posaunenquartett Tromposi in der Besetzung Matthias Stärk aus Wangen, Klaus Merk aus Eggmannsried, Frank Martin aus Ochsenhausen (alle drei an den Tenorposaunen) sowie Karl Stärk aus Wangen an der Bassposaune und zum anderen mit feinem Orgelspiel Leo Straßner aus Bad Waldsee. Das Doppelquartett, das nächstes Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiern darf, schenkte dann der beifallsfreudigen Zuhörerschaft noch ein variantenreiches, professionelles Konzert und erntete dafür prasselnde Applaus.

    Nach dem Gottesdienst durften die Gottesdienstbesucher aus den Körben der Haisterkircher Frauen dann die Kräuterbüschel entnehmen, um diese als geweihte Mitbringsel zuhause aufzubewahren.

    Bekanntlich sollen diese geweihten Kräuterbuschen, wie sie in Bayern heißen, den Segen Gottes auch in die Häuser bringen.
    Bericht und Bilder: Rudi Martin

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    veröffentlicht am
    18.08.2026
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