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Bad Waldsee – Der Eichenprozessionsspinner hat die Stadt Bad Waldsee in diesem Jahr deutlich stärker beschäftigt als im Vorjahr: Die Zahl der festgestellten Nester hat sich verzehnfacht. Bereits im Juni waren deshalb an mehreren Stellen Maßnahmen erforderlich, um die Bevölkerung vor den gesundheitlichen Risiken der Raupen zu schützen. Nun richtet die Stadt den Blick auf das kommende Jahr und setzt zusätzlich auf natürliche Helfer.
Um die Gefahr durch die feinen Brennhaare der Raupen einzudämmen, wurden die festgestellten Nester im Juni fachgerecht verklebt. Die Brennhaare können bei Menschen Hautreizungen, allergische Reaktionen und Atemwegsbeschwerden auslösen. Durch das Verkleben wird verhindert, dass sie sich unkontrolliert verbreiten.
20 Nistkästen für Meisen
Neben den Maßnahmen bei akutem Befall setzt die Stadtgärtnerei auch auf Vorsorge. In Abstimmung mit dem NABU hat die Stadt deshalb im Herbst an ausgewählten Standorten 20 Nistkästen für Blau- und Kohlmeisen aufgehängt. Sie befinden sich an Bäumen, die bereits vom Eichenprozessionsspinner befallen waren, oder in deren unmittelbarer Nähe.
Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: Die Nistkästen sollen von den Vögeln möglichst früh angenommen werden, damit diese im kommenden Frühjahr zur natürlichen Regulierung der Raupen beitragen können. Blau- und Kohlmeisen fressen die jungen Raupen, bevor diese ihre gesundheitsschädlichen Brennhaare ausbilden.
Weitere Vorsorgemaßnahmen werden geprüft
Die Stadt setzt auf ein Zusammenspiel aus gezielten Maßnahmen bei akutem Befall und vorbeugendem Handeln. Weitere Vorsorgemaßnahmen für das kommende Jahr werden derzeit innerhalb der Stadtverwaltung diskutiert. Welche zusätzlichen Schritte umgesetzt werden, steht noch nicht fest.
Die Stadt Bad Waldsee und die Stadtgärtnerei nehmen die Entwicklung sehr ernst. Ziel ist es, die Risiken für die Bevölkerung möglichst frühzeitig einzudämmen und die natürlichen Möglichkeiten zur Unterstützung sinnvoll zu nutzen.






























