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Bischof und Kirchengemeinde St. Martin in Weingarten nahmen Petition entgegen

Initiative „Pro Heiligblutaltar“ übergab die Unterschriftenliste

Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Markus Waggershauser
Jörg Bogenrieder und Claudia Schlegel (von rechts), die Gewählten Vorsitzenden des Kirchengemeinderats St. Martin, nehmen mit Pfarrer Ekkehard Schmid (Dritter von rechts) die Petition von den Initiatoren Johannes Paul Weiß (Dritter von links), Dr. Alexander Reichle (links) und weiteren Unterstützern vor der Basilika entgegen.
veröffentlicht am: 19.10.2026
Autor: Markus Waggershauser, Diözese / dbsz
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Weingarten / Rottenburg – Die Initiative „Pro Heiligblutaltar“ hat ihre Petition samt Unterschriften vor der Basilika in Weingarten und im Rottenburger Bischofshaus übergeben. Laut Initiatoren enthält die  Petition 5843 Unterschriften (Stand: 15. Oktober. 9.00 Uhr).

Vertreter der Initiative „Pro Heiligblutaltar“ haben am Sonntag (18. Oktober), begleitet von etwa 100 Unterstützer/innen auf dem Vorplatz der Basilika die Petition „Erhaltet den historischen Heilig-Blut-Altar Weingarten!“ an die Vorsitzenden des Kirchengemeinderats St. Martin übergeben. Die Petenten, darunter knapp 1400 Unterzeichner/innen aus Weingarten, sprechen sich für den Erhalt des Altars aus dem Jahr 1931 aus. Sie machten in vielen Kommentaren deutlich, dass sie mit dem bisherigen Zelebrationsaltar viele Erinnerungen verbinden. Er zeigt in einem Fenster die Reliquie, die der Überlieferung nach einen Blutstropfen Jesu Christi enthält.

Anlass der Petition war der Beschluss des Kirchengemeinderates von St. Martin, nach einem von der Diözese angeregten Ideenwettbewerb den Entwurf des Vorarlberger Künstlers Albrecht Zauner zu realisieren. In dessen Neugestaltung des ganzen Raumes unter der großen Kuppel ist auch ein neuer Altar vorgesehen, der wie der bisherige die Reliquie gut sichtbar zeigt. Der Prozess der Planungen durch den Künstler und den Kirchengemeinderat erfolgte dabei in enger Abstimmung mit Diözesanbaumeister Dr. Thomas Schwieren und dem für die Basilikasanierung verantwortlichen Projektleiter von Vermögen und Bau für das Land Baden-Württemberg. Das Gotteshaus und die Klosteranlage gehören dem Land, für die Liturgischen Orte ist jedoch die katholische Kirche zuständig.

Der Kirchengemeinderat nahm die Petition bewusst entgegen, da es dem Gremium wichtig ist, auf zustimmende und kritische Stimmen zu hören. Sie versprachen, sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen und baten die Initiative, sich im Gegenzug auch mit den Argumenten für die Neugestaltung zu befassen.

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Die Grundzüge sind bereits seit geraumer Zeit auf der Webseite der Weingartener Kirchengemeinden abrufbar. Der Kirchengemeinderat stellt den Entwurf Zauners am Mittwoch (21. Oktober) um 19.00 Uhr in der Basilika ausführlich vor und lädt zum Dialog ein. Auch der Künstler und Diözesanbaumeister Dr. Schwieren nehmen dazu Stellung. Die anschließende Aussprache wird vom CDU-Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Ravensburg, Axel Müller, moderiert. Müller ist ausgebildeter Mediator und Konfliktmanager.

Bereits am vergangenen Mittwoch (14. Oktober) überreichte eine Delegation der Initiative die Petition im Rottenburger Bischofshaus an Bischof Dr. Klaus Krämer. Dieser machte deutlich, dass bezüglich der Neugestaltung des Altarraumes in der Basilika noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei. „Ich respektiere das Votum des demokratisch gewählten Kirchengemeindesrats und schätze das Engagement der ehrenamtlichen Räte, sehe aber auch die Kritik an den Umgestaltungsplänen des Altarraumes in der Basilika von Weingarten“, sagte Bischof Dr. Krämer. Deswegen lege er Wert darauf, dass die Debatte nach der öffentlichen Vorstellung des Entwurfs des Vorarlberger Künstlers Albrecht Zauner am kommenden Mittwoch sachlich und konstruktiv geführt werde.  „Ein umfassendes Meinungsbild ist mir wichtig“, betonte Bischof Dr. Krämer. Die Kirchengemeinde wird das Ergebnis des Dialogs nochmals im Kirchengemeinderat abwägen und an den Bischof weitergeben. Die letzte Entscheidung liegt beim Bischof.  

14. Oktober in Rottenburg: Bischof Dr. Klaus Krämer (Zweiter von links) nimmt die Petition von den Initiatoren Johannes Paul Weiß (Mitte) und Dr. Alexander Reichle (Zweiter von rechts) und weiteren Unterstützern der Petition im Bischofshaus entgegen. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Jochen Wiedemann

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Markus Waggershauser, Diözese / dbsz
veröffentlicht am
19.10.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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