Arnach – In einer beeindruckenden Festpredigt würdigte Pfarrer Patrick Meschenmoser die traditionspflegende, heimatverbundene und friedenstiftende Leistung der Soldaten- und Schützenkameradschaft Arnach. Abgeleitet von den Texten des Tages (Mt. 21,28 – 32 und Ez 18,25-28) stellte der Prediger Geradlinigkeit und Konsequenz im Handeln heraus. „Ein Schütze, der nie abdrückt und ein Christ, der seinen Werten keine Taten folgen lässt, verfehlen beide ihr Ziel“ – so lautete einer der Kernsätze der Ansprache. Nachstehend Auszüge aus den Worten des Priesters:
„Wenn die Soldaten- und Schützenkameradschaft Arnach ihr 150-jähriges Bestehen feiert, dann feiert sie Werte, die in unserer heutigen oft so unverbindlichen Welt kostbarer und seltener werden: Treue, persönliche Verantwortung, echter Zusammenhalt und der Dienst am Nächsten.“
„Als Schützen wissen Sie (…) ganz genau: (…) Im entscheidenden Moment, wenn sie das Ziel anvisieren, zählen keine Absichtserklärungen. Es zählen nur die innere Ruhe, die Konzentration, das scharfe Auge und die ruhige Hand. Es zählt am Ende einzig und allein, ob sie ins Schwarze treffen (…). Das Ergebnis auf der Scheibe lügt nicht. Genau diese kompromisslose Präzision fordert das Evangelium für unser Leben und unseren Glauben: Unser Reden und unser Tun müssen deckungsgleich sein. Ein Schütze, der nie abdrückt, und ein Christ, der seinen Werten keinen Taten folgen lässt, verfehlen beide ihr Ziel.“
„Kameradschaft heißt: Ich bin da, wenn ich gebraucht werde. Nicht nur bei schönem Wetter, sondern gerade dann, wenn es anstrengend wird.“
„Die Soldatenkameradschaft in Arnach ist (…) kein Ort der Kriegsverherrlichung (…). Ganz im Gegenteil: Sie ist (…) ein lebendiges Mahnmal zur Umkehr.“
„Wenn Sie als Kameraden (…) an den Kriegerdenkmälern stehen, die Namen der Gefallenen lesen und ihrer gedenken, dann tun Sie das nicht, um die Vergangenheit zu verklären. (…) Der unverzichtbare Dienst Ihrer Kameradschaft ist es, diese Erinnerung in unserer Gesellschaft und für die Jugend wachzuhalten. (…). Frieden zu bewahren ist kein passiver Zustand, in dem man einfach abwartet – es ist eine aktive, tägliche Tat der Umkehr, (…) die direkt vor unserer eigenen Haustür, in unseren Familien, in unseren Vereinen (..) beginnt.“
„Bewahren Sie sich ihren sportlichen Geist, ihre Treue zur Heimat, ihre Ehrfurcht vor der Geschichte und vor allem Ihr großes Herz für das Miteinander. Denn Heimat ist kein bloßer Ort auf der Landkarte – Heimat ist da, wo Menschen füreinander einstehen, wo einer des anderen Last mitträgt und wo Kameradschaft im Alltag Hand und Fuß bekommt.“







