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Oberkrainer-Fans kamen voll auf ihre Kosten

Dejan und sein Ensemble begeisterten im T4 in Truschwende

Foto: Carmen Notz
Dejan und seine Oberkrainer bei ihrem Auftritt im Restaurant T4 in Truschwende.
veröffentlicht am: 08.09.2026
Autor: Carmen Notz
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bad Wurzach – Es wurde gesungen, geklatscht, getanzt, drinnen und draußen auf der Terrasse des T4 in Truschwende. Einen unvergesslichen Abend für Oberkrainermusik-Fans hat das junge Sextett unter der Leitung von Trompeter Dejan Zupan aus Begunje/Slowenien geboten. Er war Sänger beim berühmten Ensemble von Saso Avsenik und seine Oberkrainer, der Enkel des weltweit bekannten Gründers dieses Musikstils in den 50/60-er Jahren, Slavko Avsenik aus Begunje, das Mekka dieser unverkennbaren Volksmusik. Das T4-Team mit Gastwirt Robert Ernle versorgte die Gäste mit kulinarischen Genüssen, die Oberkrainer sorgten für beste Stimmung, Rhythmus pur bei fetzigen Polkas, Gänsehaut bei einfühlsamen Walzern und der wundervollen Stimme von Sängerin Urska Sorl.

Die Musiker sind allesamt Virtuosen auf ihrem Instrument

Los ging es mit der „Schönen Urlaubszeit“ von Slavko, und „Herzensgrüßen“, die von Herzen kamen, den alle Musiker und die Sängerin haben Musik im Blut. Man spürt sofort die Leidenschaft, die Lebenslust, die Freude daran, das Publikum zu begeistern. Fast unheimlich ist dabei die Schnelligkeit der Rhythmen, alles wird auswendig gespielt, locker und mit scheinbarer Leichtigkeit, auch bei schwierigen Passagen. Ales Jacobic fliegt nur so über seine Tasten am Akkordeon, sein Bruder an der Gitarre beherrscht perfekt den Takt, ebenso Bostjan Vidic am Bariton oder Kontrabass. Die drei Slowenen spielen auch einige Instrumental-Titel nur als Trio. Walzerklänge locken die Tänzer im Publikum aufs Parkett.

Lieder und Melodien mit Kultstatus erfreuen

Urska Sorl hat eine begnadete Stimme und schwingt den Trachtenrock zu den Liedern, bekannte und nicht so bekannte Melodien. Dazwischen immer wieder ein Prosit der Gemütlichkeit, den Robert und sein Team freut es. Der Klassiker „Ales spielt uns einen“ hat Kultstatus seit Slavko, auch sein „Trompeten-Echo“, das immer noch über den ganzen Globus erklingt, „Die Stunde am Kamin“ und viele andere Titel sind ein Muss. Viele kennen die Texte in- und auswendig. Der Wechsel von Polka zu Walzer, lustig-schwungvoll oder zart-lieblich macht das Repertoire bunt und abwechslungsreich. Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht, und wenn es nur 3 Mal  „ia-ia-oh“ ist.

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Trompete und Klarinette verschmelzen

Dejan Zupan ist nicht nur Sänger, sondern vor allem ein Virtuose an der Trompete, der seinesgleichen sucht. Im Gleichklang spielt er mit dem Klarinettisten neben ihm, Enej Valjavec, das Duett, das in fast jedem Oberkrainer-Titel ein fester Bestandteil ist, setzen geniale Akzente, beide Instrumente verschmelzen ineinander, ein Hochgenuss für die Ohren. Einer der Höhepunkte: „Hallo kleine Maus“, ein Hit, den Volksmusikfreunde auswendig können, und auch der neue Titel „Manuela“ kommt prima an, alle singen den Refrain mit. Ein Lächeln fürs Publikum gehört immer dazu, Sängerin Urska (Bild) animiert zum Mitklatschen. Das Ensemble macht nur kurze Pausen und zeigt Durchhaltevermögen über drei Stunden im Gasthaus T4, mit handgemachter Musik und wenig Technik.

Dejan und seine Oberkrainer gehören laut Internet zu den besten Volksmusikbands Sloweniens, sie spielten kürzlich auch im Gasthaus „Spinnenhirn“ bei Schlier und in Waldburg. Der nächste Termin ist in der Ölmühle in Eberstedt. Mehr Infos im Internet. 
Text und Fotos: Carmen Notz

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