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Hittisweiler – Wie schon in den vergangenen Jahren veranstaltet die Seelsorgeeinheit Bad Waldsee in der Ferienzeit Gottesdienste an besonderen Orten. Diesjähriger Auftakt der Open-Air-Gottesdienste war der Bauernhof Bühler in Hittisweiler. Unter einem großen schattenspendenden Kastanienbaum, welcher Erwin Bühler vor 55 Jahren gepflanzt hatte, gab es zuhauf Sitzgelegenheiten. Doch bereits eine Viertelstunde vor Beginn waren alle belegt. Jetzt überlegten die Bühlers nicht lange, sie schafften mit dem Frontlader jede Menge Groß-Strohballen herbei. Somit hatten dann tatsächlich alle gut 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Sitz- oder sogar einen Liegeplatz.
Den besonderen Gottesdienst zelebrierte Jugendseelsorger David Bösl zusammen mit Anita Wenger, sie ist Pastoralreferentin der Seelsorgeeinheit „Oberes Achtal“. „In der Stille wächst das Leben“, unter dieses Motto stellte Bösl den Schöpfungsgottesdienst auf dem Bauernhof. Die Predigt übernahm Niklas Gentner, als ehemaliger Aulendorfer Oberministrant studiert er heute in Stuttgart Umweltpädagogik. Er rief dabei nicht nur die junge Generation auf, aus Nächstenliebe heraus Fürsorge für die Schöpfung zu übernehmen. „Im Flüstern der Natur Gott hören“, war seine Devise. Bei den Fürbitten kamen auch Firmlinge zu Wort: „Wir hören den fallenden Baum, aber nicht den wachsenden Wald. Gott des Lebens, gib uns Ohren für das Leise und Mut zur Stille“.
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm der Singkreis Haisterkirch. Nach einem Segnungsgebet lud David Bösl die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, noch gerne den Abend bei kühlen Getränken (Wasser konnte gratis vom Hofbrunnen gezapft werden) und hofeigenem Q-Eis zu verbringen. Großes Lob wurde hier auch den Firmlingen gezollt, schon während des Gottesdienstes haben sie gute Pizzas gebacken. Wer wollte, konnte etwas in eine Spendenbox geben. Pfarrer Stefan Werner lud auch zum nächsten Open-Air-Gottesdienst ein. Dieser findet am Sonntag, 16. August um 18.30 Uhr beim Mostbauer, Familie Waggershauser in Ringers statt. Hier empfiehlt sich, eine Sitzgelegenheit mitzubringen.
Bericht und Bilder: Rudi Heilig
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