Die räumliche Erweiterung des Tempolimits im Bereich Schreinermann/Schuhmachers gefordert
Arnach – In seiner Sitzung am Montag (13.7.) war sich der Ortschaftsrat Arnach einig, dass über eine Verkehrsschau im Bereich Schreinermann/Schuhmachers auf der L317 das dort geltende Tempolimit von 70 km/h erheblich ausgeweitet werden soll.
Den Antrag auf eine Verkehrschau unterstützten alle stimmberechtigten Ratsmitglieder. In Anwesenheit von Anwohner Franz Schellhorn, dem Ortsvorsteher Manfred Braun auch während des Tagesordnungspunktes mehrfach das Wort erteilte, wurde nicht darüber diskutiert, ob, sondern konkret, um wieviel größer die Strecke mit Tempolimit sein sollte.
Seit Einführung des Tempolimits an dieser Stelle habe sich einiges geändert, was eine Erweiterung der geschwindigkeitslimitierten Strecke rechtfertige, stellten die Ratsmitglieder fest. Das Haus oberhalb von Schreinermann war zur Zeit der Einrichtung des Tempolimits unbewohnt, inzwischen gibt es dort jetzt einen Friseursalon mit Publikumsverkehr. Auch das frühere Argument des Viehtriebes habe sich weiter nach oben den Berg hoch verschoben und liege jetzt nur noch knapp innerhalb des temporeduzierten Bereiches, bestätigte der Landwirt Franz Schellhorn. Ein weiteres fast noch wichtigeres Argument sieht Schellhorn in den Veranstaltungen, die regelmäßig in der zu seinem Hof gehörenden Kapelle stattfinden. Viele junge Menschen, Schellhorn nannte sie „Wallfahrer“, parkten dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite und überquerten dann die L317 auf dem Weg zur Kapelle.
Ortschaftsrat Erwin Haller, selbst Anwohner, konnte die Angaben von Franz Schellhorn auf Anfrage nur bestätigen: Es werde unter anderem auch weil es bergab gehe zu lange zu schnell gefahren. Ortschaftsrat Matthias Grad wünschte sich daher auf diesem Abschnitt, dass das Landratsamt hier verstärkt blitzen sollte.
Ortsvorsteher Manfred Braun wiederum versprach sich von einer Ausweitung des Tempolimits bis zum Ortseingang von Arnach zusätzlich, dass die Strecke durch die Verlangsamung insgesamt als Querverbindung innerhalb des Landkreises unattraktiver werden könnte und sich damit das Verkehrsaufkommen reduziert. Außerdem wäre die Geschwindigkeitsreduzierung auch in ökologischer Hinsicht ein Gewinn.
Der Rat stimmte einstimmig für die Antragsstellung einer Verkehrsschau.
Uli Gresser








