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    Viel ehrenamtlicher Einsatz beim Strandbad Kißlegg

    Mit kreativen Methoden gegen die Algenteppiche erfolgreich

    Foto: Ulli Stark
    Mit vereinten Kräften gegen die Algen. Die Aufnahme wurde am 24. Juni gemacht.
    veröffentlicht am: 13.07.2026
    Autor: Ulli Stark
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Kißlegg – Mit gemischten Gefühlen erwartet das Kißlegger Strandbadteam die nächste Hitzewelle. Sinkt auch der Wasserspiegel weiter ab, stellt sich Fabian Kostanovskis auf neue Algenteppiche ein. Die sind laut dem Bademeister zwar völlig unbedenklich, aber vielen Gästen gerade beim Schwimmen naturgemäß lästig. Anfang Juli waren sie praktisch verschwunden. Ein wesentlicher Grund: Der intensive Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer in Verbindung mit kreativen, neuen Methoden.

    Rechen und Schubkarre reichten nicht mehr

    Rückblick auf die vorletzte Juni-Woche: Temperaturen von deutlich über 30° C und der weiter tiefe Wasserstand geben dem Algenwachstum offensichtlich einen nie dagewesenen Schub. Mit Rechen und Schubkarre ab dem frühen Morgen hat das kleine Team keine Chance mehr. Am 23. Juni veröffentlichte die Gemeinde via Instagram einen Aufruf, gegen eine Entlohnung zu helfen; es meldeten sich umgehend 25 Freiwillige, die abwechselnd eingesetzt werden. Schnell wurde klar: Mit Rechen und Schubkarre allein lässt sich die Herausforderung nicht meistern. Was also tun?

    Wie mit einem Schneeschieber …

    Aus vorangegangenen Einsätzen erprobt ist der Einsatz eines Feuerwehrschlauchs. Aufgepumpt, damit er an der Oberfläche bleibt, und mit einem zwanzig cm tief reichenden Wühlmausnetz versehen. Damit soll der Teppich zum leichteren Abtransport zusammengeschoben oder in Richtung Abfluss in die Ach gelenkt werden. Der Erfolg bleibt überschaubar. Die zündende Idee entwickelt sich schließlich im Austausch mit der DLRG: Hilfsbereite Kollegen aus benachbarten Gruppen stellen ihr Metallboot zur Verfügung. An dessen Bug wird eine vier Meter breite und etwas ins Wasser reichende Latte angebracht. Wie mit einem Schneeschieber lassen sich die Algen so zu einem großen Haufen zusammenschieben und danach aus dem Wasser schaufeln. So entsteht entlang des Ufers ein langer Haufen, der die Grasnarbe bis zu einem halben Meter überragt.

    Biogasanlage kann die Algen brauchen

    Bleibt die Frage, wohin damit? Der Betreiber einer Biogas-Anlage im Süden von Kißlegg weiß Rat: Die Algen lassen sich gut in das Rohmaterial einmischen. Mit einem großen Saugrohr gelingt es tatsächlich, die insgesamt 120 Kubikmeter aufzunehmen und in drei Fuhren abzutransportieren. Gegen 22.30 Uhr in der Nacht auf den 25. Juni ist die Aktion erfolgreich abgeschlossen.

    Auch Bürgermeister Dieter Krattenmacher ist danach erleichtert und dankbar für den besonderen Einsatz. „Es war ja nicht sicher, ob diese Methode wirklich funktioniert.“ Fabian Kostanovskis und sein Team blicken nach dieser Erfahrung mit mehr Gelassenheit auf die kommenden Wochen.

    Solche Mengen sind für das Strandbad-Team nicht mehr allein zu bewältigen. Foto (24.6.): Ulli Stark

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    Erster Einsatz der „Schneeschieber“-Methode – wird es funktionieren? Foto: Fabian Kostanovskis

    Ein Teil wird Richtung Abfluss in die Ach geschoben. Foto: Fabian Kostanovskis

    Erleichterung macht sich breit: auch das Abpumpen (li. unten das Saugrohr) funktioniert. Fabian Kostanovskis

    Ulli Stark

    Die Bildschirmzeitung „Der Kisslegger“ hat über das Algenproblem schon einmal berichtet. Unter „Lesen Sie hierzu auch“ finden Sie nachstehend den früheren Artikel. Wir haben diesen auch unter den roten Link-Balken in der rechten Spalte hinterlegt.

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    Ulli Stark
    veröffentlicht am
    13.07.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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