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    Lionsclub Leutkirch

    In zwanzig Jahren über eine halbe Million Euro gespendet

    Foto: Rolf Waldvogel
    Ilona Szász übernimmt von Dr. Manfred Schraag die Leitung des Lions-Clubs Leutkirch.
    veröffentlicht am: 08.07.2026
    Autor: Rolf Waldvogel
    Lesedauer: ca. 4 Minuten

    Leutkirch / Ochsenhausen – Bei Lions-Clubs steht zur Jahresmitte stets der Stabwechsel an. So übergab jetzt Dr. Manfred Schraag bei einer Feier in Ochsenhausen die Präsidentschaft des Leutkircher Clubs an Ilona Szász. 2026 ist überdies ein besonderes Jahr: Gegründet 1965, wurde der Service-Club dann 1966, also vor 60 Jahren, festlich aus der Taufe gehoben. Aus diesem Anlass hat man jetzt auch einmal Bilanz gezogen: Allein in den letzten zwanzig Jahren wurden über Aktionen wie den jährlichen zweitägigen Flohmarkt sowie den seit 2020 laufenden Verkauf der Lions-Adventskalender stattliche 566 000 Euro für gute Zwecke gesammelt.  

    Immer wieder einmal werden Clubmitglieder gefragt, wer eigentlich in den Genuss dieser Gelder kommt? Wie aus den vom Lions-Hilfe-Förderverein des Clubs vorgelegten Zahlen hervorgeht, hat er 7 % der Spendengelder für internationale Hilfsprojekte verwendet. Deren Ziele werden meist von der US-Zentrale der weltweiten Organisation vorgegeben. Dazu gehört etwa die Aktion „Sight First“ im Kampf gegen die Erblindung von Millionen Menschen vor allem in der Dritten Welt, oder aber es geht um die spontane Hilfe bei aktuellen Katastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen etc. Auch nationale Belange werden aus dem Leutkircher Spendentopf bedacht, was rund 2 % ausmacht. Ein typischer Fall war zum Beispiel die verheerende Situation nach der Ahrtal-Flut. Ebenso profitierten Organisationen wie die Kriegsgräberfürsorge oder der Weiße Ring.

    Projekte in der Region

    Der alles überwiegende Spendenschwerpunkt von 91 % liegt allerdings auf der Unterstützung von Projekten in Leutkirch, Bad Wurzach, Isny und der Region. Der größte Brocken: Fast 140 000 Euro wurden seit 2013 für Sprachförderung in Leutkircher Kindergärten ausgegeben. Die ebenfalls erkleckliche Summe von rund 63 500 Euro ging seit 2005 an das Stephanuswerk in Isny, für dessen Bewohner man alljährliche Feste organisiert. Zwei Aktionen – das Programm „Klasse 2000“ zur Gesundheitsförderung in 28 Grundschulen in und um Leutkirch sowie das Programm Lions Quest „Erwachsen werden“ zur Sucht- und Gewaltprävention an einer weiterführenden Leutkircher Schule – schlugen mit über 43 000 Euro zu Buche. Und 29 000 Euro bekam die SZ-Nothilfe Ravensburg.

    Zu diesen größeren Posten kommt dann noch eine Vielzahl von einzelnen Aktionen, die übrigens allesamt laut Satzung des Lions-Hilfe Fördervereins mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken dienen müssen. Hier nur ein paar Beispiele: Gefördert wurden die Bürgerstiftungen in Leutkirch und Bad Wurzach, die Tafeln, die Telefonseelsorge, die Hospizarbeit, die Aktion „Herz und Gemüt“, der Kinderschutzbund, das Deutsche Rote Kreuz oder in jüngster Zeit die Ukrainehilfe. Sehr viele Mittel flossen auch in die Jugendarbeit: etwa für die Jugendfeuerwehr Leutkirch, den Schwimmunterricht in der Grundschule Bad Wurzach, ein Theaterprojekt im Leutkircher Berufsschulzentrum, die Supervision in Isnyer Kindergärten … Aber auch kulturelle Projekte hat man in diesen zwanzig Jahren unterstützt – ob es um die Renovierung einer Kapelle in Bad Wurzach-Brugg ging oder um ein Street-Art-Projekt in Leutkirch, um eine Silvesterfeier für Kinder ausländischer Mitbürger oder um die Sommerakademie der Volkshochschule Leutkirch.

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    Die Freude am Tätigsein

    Zu dieser höchst erfreulichen Bilanz passten jetzt die Worte des scheidenden Präsidenten Dr. Schraag in Ochsenhausen, wo man sich – wie gewohnt an wechselnden Plätzen in unserer Region – zum Feiern traf. Vorab dankte er den Mitgliedern für ihr freundschaftliches Miteinander, für Einsatzbereitschaft, Teamgeist und das stete Einbringen von Ideen. Aber er betonte vor allem, wie wichtig dabei die „spürbare Freude am Tätigsein“ sei. Der frühere Leiter der Don-Bosco-Schule mit Nachdruck: „Ohne diese Freude kann ein solch beeindruckendes, nicht zuletzt rein ehrenamtliches Engagement überhaupt nicht funktionieren.“  

    Lions-Stabwechsel in der Prälatur von Kloster Ochsenhausen: Ilona Szász wird neue Präsidentin des Clubs in der Nachfolge von Dr. Manfred Schraag, links der neue Sekretär Walter Braun, rechts der neue Vize-Präsident Karl-Heinz Buschle. Foto: Rolf Waldvogel

    Der Flohmarkt kommt in den Blick

    „Mut zur Tat – Gemeinsam Verantwortung übernehmen“, dieses Jahresmotto hat Schraags Nachfolgerin Ilona Szasz gewählt. Es gelte immer dort mit aller Entschlossenheit anzupacken, wo unsere Unterstützung benötigt wird. Die Diplom-Betriebswirtin betonte: „Gemeinsam lassen sich Dinge erreichen, die wir als Einzelne nie schaffen könnten.“ In diesem Geist will sich der Club – da sind sich alle derzeit 34 Mitglieder einig – mit allen Kräften weiter engagieren. An Gelegenheiten fehlt es nicht: Am Wochenende 12./13. September steht der Flohmarkt an, und am nächsten Adventskalender wird auch schon gebastelt … Beides arbeitsintensive Großeinsätze, mit denen Geld fürs Fördern eingeheimst wird.
    Rolf Waldvogel

    Den Zugang zur Webseite des Lions-Clubs Leutkirch haben wir unter dem roten Link-Balken in der rechten Spalte hinterlegt

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    Rolf Waldvogel
    veröffentlicht am
    08.07.2026
    Lesedauer: ca. 4 Minuten
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