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Weingarten – Frisch, fruchtig und mit viel ehrenamtlichem Einsatz entstanden: Die Weinbergfreunde haben im Klostergarten traditionell den neuen Jahrgang des Martinsbergs präsentiert. Im vergangenen Sommer rund um die Basilika gereift und im September sorgfältig von Hand verlesen, sind aus den Trauben rund 1000 Liter Johanniter gekeltert worden.
Es war bei der Gründung des städtischen Weinbergs Ende der 1990er-Jahr eine gute Entscheidung, auf die robuste Rebsorte Johanniter zu setzen: Sie gilt als „Zukunftsrebe“, kommt mit den Herausforderungen des Klimawandels bestens zurecht und übersteht auch längere Regen-, Hitze- und Trockenperioden – Eigenschaften, die sich im launischen vergangenen Sommer bewährt haben.
Und so überzeugt einmal mehr auch der neue Jahrgang. „Ein schöner, spritziger Sommerwein mit einer leichten Grapefruit- oder Pfirsich-Note“, beschreibt Uwe Stürmer von den ehrenamtlichen Weinbergfreunden den Martinsberg 2025. „Ein Wein, der Freude macht.“
Ein Stück Weingarten-Identität.
Rund 220 Stunden waren die Weinbergfreunde um Uwe Stürmer, Günter Staud, Michael Linse und Gerhard Wirbel im vergangenen Jahr zwischen den Reben hinterm Fruchtkasten, entlang der Basilikatreppe und am Mostgässle im Einsatz, ob bei Hitze oder in den kühlen Morgenstunden. Oberbürgermeister Clemens Moll würdigte dieses Engagement bei der Verkostung am vergangenen Freitag (3. Juli): „Ein hervorragender Wein fällt nicht vom Himmel“, sagte er mit Blick auf die Unterstützung der Kirche. Er dankte den Weinbergfreunden, die die schöne Anlage hegen und pflegen, ebenso wie dem Baubetriebshof, der Kirchengemeinde St. Martin und dem Land für die verlässliche Zusammenarbeit. Alle tragen dazu bei, dass der Martinsberg mehr ist als ein guter Tropfen: Er steht inzwischen für ein Stück Weingartener Identität. Wer den unverkäuflichen Wein zu einem besonderen Anlass kosten darf, weiß dies sehr zu schätzen.
































