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Alttann – Der Männerchor Alttann gastierte in der Wolfegger Partnergemeinde Rüthi zum Jubiläumskonzert. Eine Woche später durften wir in Bergatreute die Maiandacht musikalisch mitgestalten.
Konzert in Rüthi
Rüthi befindet sich in der Region Rheintal im Kanton St. Gallen am Fuße des Berges Hoher Kasten.
2003 wurde zwischen den Gemeinden Rüthi und Wolfegg eine Partnerschaft geschlossen, die intensiv gepflegt wird. So besuchen regelmäßig Abordnungen der Chöre aus Rüthi und Alttann ihre Jahreskonzerte. Höhepunkte waren u. a. ein internationales Männerchorkonzert im Rittersaal des Schlosses Wolfegg, zusammen mit dem Chor „Musica viva“ aus Colico, einer weiteren, seit 1986, Partnergemeinde Wolfeggs in Oberitalien am Comersee. 2015 durfte der Männerchor Alttann den Festgottesdienst in Rüthi im Rahmen der Fahnenweihe mitgestalten.
130 Jahre Männerchor Rüthi
Der Männerchor Rüthi feierte nun sein 130-jähriges Bestehen. Für den Jubiläumsabend wurden auch die Alttanner Sänger eingeladen, am Programm mitzuwirken. Den ersten Teil der „Unterhaltung“, wie die Schweizer es nennen, wurde vom heimischen Chor gestaltet. Nach Auftakt durch ein Posaunenquartett konnte er, teilweise unterstützt von Klavier, Violine und Schlagzeug voll überzeugen. Verstärkung hatte der Chor u. a. von einem Tenor- und einem Baritonsolisten sowie einem Jodler.
Auch den zweiten Teil des Abends leitete das Posaunenquartett ein. Nach diversen Ansprachen und Ehrungen trat Karl Motz, Vorsitzender des Männerchores Liederkranz Alttann für eine kurzes Grußwort an das Mikrofon. Er erinnerte an die oben beschriebenen herzlichen Zusammenkünfte, bedankte sich für die Einladung zu diesem Fest und überreichte ein Gastgeschenk. Mit Chorleiter Peter Schad und Franz Ott am Piano präsentierten wir „Va pensiero“, den „Lagunenwalzer“ und „Jenseits von Eden“. Nach ausgiebigem Beifall durfte sich das Publikum noch über „Wir sind der schönste Chor der Welt“ freuen.
Den Rest des Abends gestalteten dann wieder die einheimischen Sänger. Es war ein toller Abend mit feinstem Männerchorgesang, aufgewertet noch von Violine und Blechbläser.
Im Bus auf der späten Heimreise wurde dann noch Solist Kuno Reichle mit einem Geburtstagsständchen überrascht.
Auf der Anreise nach Rüthi machten wir einen Abstecher nach Dornbirn, um von dort mit der Seilbahn auf den „Karren“ hinaufzufahren. Das Betreten des 12 m langen Steges, der Aussichtsplattform, bescherte „im Nichts stehend“ einen imposanten Rundblick über die Weiten des Rheintales, den Bodensee und das Vorarlberger Oberland. Nach diesem Augenschmaus nahmen wir gemeinsam im Panoramarestaurant das Mittagessen ein. Gut gestärkt und nach einem kurzen Spaziergang ging es weiter Richtung Schweiz zum eigentlichen Tagesziel.
Maiandacht in Bergatreute
Einen weiteren Auftritt hatten wir in Bergatreute. Wir wurden eingeladen, die Maiandacht am Muttertag musikalisch mitzugestalten. Martin Heine, in Vertretung von Pfarrer Stegmaier, war sichtlich angetan, ein „volles Haus“ begrüßen zu können. In seinen Ausführungen beschäftigte er sich mit den Themen „Wer war Maria“ und „Was sagt uns Maria heute“. Die Sprechrolle der Maria übernahm die Lektorin Jutta Gaidzik.
Chorleiter Peter Schad hat ein Programm mit internationalen Marienliedern zusammengestellt (Maria Maienkönigin, Ave Maria, Dios te salve Maria, Wenn ich ein Glöcklein wär, Herr deine Güte). Voll überzeugt hat Solist Johannes Oßwald mit Leonhard Cohens Song „Halleluja“. Mit dem e-Piano begleitete Franz Ott den Chor und die beiden gemeinsam mit der Gemeinde gesungenen Lieder.
Martin Heine bedankte sich für den vom Chor gebotenen Ohrenschmaus zum Muttertag und für den Chor gab es reichlich Beifall. Ja, es hat einfach Spaß gemacht, in der schönen Wallfahrtskirche mit ihrer tollen Akustik zu singen. Zum Schluss der Andacht sang die Gemeinde noch das Bergatreuter Wallfahrtslied. Das sonst übliche Platzkonzert war wetterbedingt nicht möglich, so gab es noch in der Kirche zwei Zugaben.
Text: Kurt Nussbaumer

































