Wallfahrtsfest in Maria Steinbach auch 2026 ein Besuchermagnet
Maria Steinbach – Hunderte Besucherinnen und Besucher erlebten auch 2026 wieder das farbenfrohe Wallfahrtsfest in Maria Steinbach, das traditionell am Pfingstmontag – dem Tag der Wallfahrer – gefeiert wird.
Bereits am Vorabend füllte sich die Kirche bis auf den letzten Platz. Mit ihrer festlichen Serenade eröffnete die örtliche Musikkapelle den Abend, bevor der Wallfahrtspfarrer den feierlichen Abendsegen spendete. Die Musikkapelle Maria Steinbach nutzte diesen feierlichen Rahmen, um eine ganz besondere Mitteilung zu machen. Vorstand Julian Weizenegger konnte informieren, dass nach intensiven Recherchen, und bestätigt von Historikern, die Gründung der Musikkapelle Maria Steinbach nicht wie bisher angenommen auf das Jahr 1858, sondern schon auf das Jahr 1743 zurückgeht.
Am Pfingstmontag, dem Hauptwallfahrtsfesttag, zeigte sich schon morgens, dass sich der Festtag längst zu einem echten Besuchermagneten entwickelt hat.

Um 9 Uhr begann der feierliche Festgottesdienst mit dem Zelebranten Abt von Windberg und Roggenburg, Pater Petrus-Adrian Lerchenmüller. Die musikalische Gestaltung übernahm der Kirchenchor mit einem kleinen Orchester. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt war die große Resonanz der Gläubigen und Gäste deutlich spürbar und es mussten etliche zusätzliche Stühle in der Kirche aufgestellt werden.

Im Anschluss wurde im Kirchhof weitergefeiert. Dort herrschte den ganzen Tag über reger Betrieb, zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten das vielfältige Angebot des Festes. Besonders beliebt war erneut der Kreativmarkt mit regionalen Ausstellern. Das Angebot reichte von Kunsthandwerk über kulinarische Spezialitäten bis hin zu praktischen Alltagsideen. Auch „Omas Herrgottswinkel“ durfte bei der zweiten Auflage des Festes nicht fehlen.
Zu den besonderen Höhepunkten gehörte eine ganz neue Art von Kirchenführung, die im Rahmen des großen Wallfahrtsfestes angeboten wurde. Unter dem Titel „Von der Unterkirche zum Hochchor – Was ich in unserer Kirche noch nie gesehen habe“, wurden Orte in der Kirche besucht, die normalerweise nicht zugänglich sind. So begann die Gruppe mit einem Besuch in der eindrucksvollen Unterkirche mit ihrer besonderen Akustik, die aber nur am Gründonnerstag genutzt wird. Die Deckenfresken in der Beichtkapelle und in der Sakristei sind ebenso kaum bekannt, wie auch die Fresken am Hochchor über dem Hochaltar. Eine große Zahl Interessierter nutzte die Möglichkeit und war von den neuen Eindrücken und Perspektiven begeistert.
Für das leibliche Wohl sorgte Pfarrsaal-Wirt Thomas Peschke gemeinsam mit seinem engagierten Team. Beim Mittagstisch im Pfarrsaal und im Kirchhof hatten sie alle Hände voll zu tun, um die vielen Gäste zu bewirten. Am Nachmittag ergänzte der Katholische Frauenbund Maria Steinbach das Angebot mit Kaffee und Kuchen, während die Ministranten für den Eisverkauf zuständig waren.
Auf der Bühne im Kirchhof sorgten verschiedene Gruppen für beste Unterhaltung. Neben dem Männergesangsverein Kimratshofen begeisterten auch „Klaus & Äppl“ mit einem Sketch aus ihrem umfangreichen Repertoire das Publikum. Eine Abordnung der Musikkapelle Maria Steinbach spielte zur Unterhaltung auf, während die Woringer Alphornbläser mit ihren traditionellen Klängen den Kirchhof erfüllten. Auch Franz Breher mischte sich mit seiner Drehorgel und passendem historischem Outfit unter die Gäste und verbreitete gute Stimmung.
Großen Anklang fand zudem das Kinderprogramm mit Spiel und Spaß, das die jüngsten Besucherinnen und Besucher begeisterte. So war für jede Altersgruppe etwas geboten. Das herrliche Sommerwetter trug schließlich zusätzlich dazu bei, den Pfingstmontag in Maria Steinbach zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen.
Bericht: Isolde Göppel
Fotos: Irmgard Hilmer/P. Josef Mayer








