Zum Hauptinhalt springen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
    War heuer am 3. Mai

    Georgsfest und Georgsritt in Gwigg bei strahlendem Sonnenschein

    Foto: Rudi Heilig
    30 Jahre Georgsritt in Gwigg: Genauso alt wie die Reitertradition – das  Gwigger Georgsfest ist viel älter –  ist die Fahne mit dem eingestickten Gnadenbild „Maria vom Blute“. Josef Nold hatte die Fahne im Jahr 1994 gestiftet.
    veröffentlicht am: 08.05.2026
    Autor: Rudi Heilig
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Gwigg – Eine hundertjährige Tradition begleitet das Georgsfest in Gwigg. Dieses Dorffest wird von der „Blutfreitagsgemeinschaft Bergatreute“ veranstaltet. Am sonntäglichen Jubiläumsritt beteiligten sich 170 Reiter aus dem weiten Oberschwaben. Der heilige Georg, sein Namenstag ist am 23. April, gilt als Schutzpatron von Pferden, Reitern, Bauern und auch Pfadfindern. Die Gwigger Kapelle ist dem heiligen Georg geweiht.

    Viele hundert Gläubige versammelten sich am Sonntagvormittag (3.5.) zum festlichen Gottesdienst vor der denkmalgeschützten Kapelle in Gwigg. Zuvor segnete Pater Pirmin vom Kloster Beuron Reiter und Pferde beim Ausritt durch die Fluren. Den Vorsitzenden der Blutfreitagsgemeinschaft Hubert Walser, Markus Nold und Josef Bendel ist es im Jubiläumsjahr gelungen, noch mehr Reitergruppen zu gewinnen. So beteiligten sich beim Jubiläumsritt neben zahlreichen Reitern aus Bergatreute auch Blutreiter aus Bad Waldsee, Reute-Gaisbeuren, Molpertshaus, Baindt, Baienfurt, Schlier, Kißlegg, Karsee und Ebersbach-Musbach. Besondere Aufmerksamkeit erzielte die Bürgergarde „Gelbe Husaren“ aus Altshausen. Erstmals beim Bergatreuter Ritt mit dabei war die „Stadtgarde Weingarten“.

    Seit nunmehr 30 Jahren begleitete die Musikkapelle Bergatreute mit ihrem aktuellen Dirigenten Martin Rehmke, Ummendorf, den Flurritt bis zum Ortsausgang, um dann den Festgottesdienst unter freiem Himmel musikalisch zu umrahmen. Erstmals spielte auch die Stadtkapelle Bad Waldsee Prozessionsmärsche zu Ehren des Gwigger Dorfheiligen. Betend oder auch nur still hoch zu Ross ritt man den Prozessionsweg hinan, vorbei an herrlich blühenden Apfelbäumen über Saßholz, Engenreute, Grottbuch und Gambach. Den festlichen Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Klaus Stegmaier zusammen mit Pater Pirmin. Festprediger Pater Pirmin, er reihte sich neben dem Blutfreitag in Weingarten schon vor ein paar Jahren auch beim Georgsritt in Gwigg ein, zeigte sich begeistert über den überwältigenden Besuch des Festgottesdienstes: „Oberschwaben weiß halt, welchen Segen große Heilige auch heute noch für die Menschheit bedeuten.“

    ANZEIGE

    „Sankt Georg (im Griechischen stand sein Name für Bauer), ein legendärer Heiliger aus Kappadokien, war es wichtig, Menschen, Tiere und Pflanzen als eine Einheit zu sehen. Gott hat uns diese Erde zu treuen Händen anvertraut, hegen und pflegen wir sie nach besten Kräften“, mit diesem Satz überschrieb Pater Pirmin seine Festpredigt. „Wenn ich jetzt die herrliche Blütenpracht rund um die Kapelle sehe, muss die Bewahrung der Schöpfung eine Selbstverständlichkeit für uns alle sein.“ Mahnende Worte galten allen, welche heute für kriegerische Auseinandersetzungen auf der Welt verantwortlich sind.

    Mit Beifall vernahmen die Besucher die Mitteilung ihres seit zehn Jahren amtierenden Ortspfarrer Klaus Stegmaier (er tritt in Bälde eine neue Pfarrei an), dass Bischof Dr. Klaus Krämer schon einen Nachfolger für ihn in Bergatreute ernannt habe: Ab diesem Herbst wird Pfarrer Waldemar Wrobel, bisher verantwortlich für die Seelsorgeeinheit „Mittleres Filstal“, neuer Pfarrer der Seelsorgeeinheit „Oberes Achtal“ sein. Er wird dann eine Wohnung in Wolfegg beziehen.

    „Was für ein Festwetter“, so ein strahlender Ehrenvorstand Manfred Hoh bei Dankesworten am Schluss. Der erste Satz galt Josef Nold, er stiftete im Jahr 1994 die Fahne mit dem Gnadenbild „Maria vom Blute“. Dank ging auch an Aloisia Krause und Blandine Stehle für den herrlichen Blumenschmuck, ebenso an Monika Hepp als Mesnerin. Im Anschluss an den Gottesdienst und den Ritt ging das Dorffest bei einem gemütlichen Beisammensein mit Blasmusik und der Bewirtung der Bürgerstiftung Bergatreute mit Paul Jung an der Spitze am Hof Denzler/Sauter weiter.
    Text und Fotos: Rudi Heilig

    Viele Bilder in der Galerie

    ANZEIGE
    Rudi Heilig
    veröffentlicht am
    08.05.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
    Beitrag teilen
    Bildergalerie
    ANZEIGE
    ANZEIGE
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    Neueste Beiträge
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    Diese Anzeige kann aufgrund Ihrer Netzwerkeinstellungen nicht angezeigt werden.