Bad Waldsee – Auf große Resonanz stieß der Wirtschaftsimpuls in Bad Waldsee: Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus der regionalen Wirtschaft kamen zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen auszutauschen.
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Die Begrüßung übernahm Ingried Wölflingseder vom Unternehmerforum, die den Fokus des Abends auf den Punkt brachte: „Heute geht es darum, was dahintersteckt.“ Gemeint war damit der Blick hinter Schlagworte wie Transformation, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz – und die Frage, wie Veränderung in der Praxis gelingen kann.
Gemeinsam mit starken Partnern – der Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Waldsee mit Fachbereichsleiter Axel Musch und Wirtschaftsförderin Jule Wessely, der Bildungsstiftung sowie engagierten Unternehmern – wurde deutlich: Zukunft wird hier aktiv und gemeinsam gestaltet.
Interaktiver Impuls
Jule Wessely hieß die Gäste auch im Namen der Stadt willkommen, führte in den Ablauf ein und stellte die Referentin des Abends vor.
Melanie Braun machte in ihrem interaktiven Impuls deutlich, warum viele Veränderungsprojekte in der Praxis scheitern: Häufig fehlt ein klares Verständnis davon, warum Veränderung notwendig ist und wohin sie führen soll. Ohne diese Orientierung bleiben Initiativen abstrakt und entfalten im Alltag nur begrenzt Wirkung. Gleichzeitig stehen viele Organisationen unter dem Druck zahlreicher paralleler Veränderungen, was schnell zu Überforderung „Change-Müdigkeit“ und nachlassender Bereitschaft führt. Melanie Braun machte zudem deutlich, dass Transformation oft zu einseitig gedacht wird. Während Technologien und Prozesse schnell angepasst werden, geraten Führung und Zusammenarbeit – also die Frage, wie Entscheidungen getroffen werden und wie Menschen miteinander arbeiten – häufig zu spät in den Fokus. Genau hier entscheidet sich jedoch, ob Veränderung nachhaltig gelingt. Mit praxisnahen Beispielen, wertvollen Impulsen und konkreten Anregungen gab sie Orientierung und machte Mut, die unternehmerische Zukunft aktiv zu gestalten.
Maker Space
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Projekt „Maker Space“, das von der Bildungsstiftung vorgestellt wurde. Anton Sproll und Bernhard Schultes gaben Einblicke in die Planungen: Im Jugendhaus Prisma soll künftig ein offener Raum für kreatives Arbeiten, Lernen und Ausprobieren entstehen – sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Erwachsene. Ein Ort, der Zukunft, Bildung und Innovation verbindet.
Podiumsgespräch
Im anschließenden Podiumsgespräch, moderiert von Axel Musch, diskutierten Oberbürgermeister Matthias Henne, Melanie Braun, Sascha Fillies (Erwin Hymer Museum), Alexander Hörmann (Gasthaus Stern) und Rolf Angerer (Firma Scheffold) offen über aktuelle Herausforderungen, Chancen und Perspektiven beim Thema Veränderung.
Der Austausch zeigte: So unterschiedlich die Ausgangssituationen auch sind – ob technologische Transformation, Generationenwechsel oder gesellschaftliche Entwicklungen – die eigentliche Herausforderung liegt selten in der Maßnahme selbst, sondern im Umgang mit Unsicherheit und im Miteinander. Erfolgreiche Veränderung entsteht dort, wo Führung Orientierung gibt, Vertrauen schafft und Menschen befähigt, neue Wege mitzugehen.
Den Abschluss übernahm Jule Wessely, die sich für das große Interesse und die aktive Beteiligung der Gäste bedankte. Beim anschließenden Get-together mit Snacks und Getränken wurde der Austausch in angenehmer Atmosphäre fortgesetzt.