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Gerd Xeller führt auf den Spuren Hermann Hesses durch Ulm. Foto: Sabrina Braunwarth

Ulm/Laupheim –  Am 21. Mai  wird in Ulm ein besonderes Jubiläum gefeiert: 125 Jahre Hermann Hesse und Ulm. Der Anlass verbindet Literatur, Geschichte und Gegenwart auf ungewöhnliche Weise miteinander und lädt ein, sich auf den Weg zu machen. Nicht nur geografisch, sondern auch innerlich.

Es geht um den neuen Hermann-Hesse-Besinnungsweg – ein literarisch-philosophischer Rundgang durch Ulm, Neu-Ulm und die Region. An ausgewählten Stationen entfalten Zitate, biografische Bezüge und Impulse ihre Wirkung und laden dazu ein, innezuhalten. Was suchte Hesse? Und wie relevant sind seine Fragen noch heute?

Der Jubiläumstag beginnt um 17 Uhr mit einer geführten Begehung des Besinnungswegs. Die Teilnehmenden folgen dabei nicht nur historischen Spuren, sondern begeben sich auf eine Reise durch zentrale Themen im Werk des Schriftstellers: Identität, Sinnsuche, Freiheit.

Um 19.30 Uhr schließt sich ein Festakt in Ulm an – mit Musik, Gesprächen und besonderen Perspektiven auf Hermann Hesse. Geplant sind Beiträge von Nachfahren aus dem Umfeld seiner Ulmer Weggefährten sowie ein Impuls von Hermann Hesses Enkel Silver Hesse, der eigens einen Text für diesen Anlass zur Verfügung gestellt hat. Der Abend versteht sich als lebendige Annäherung an einen Autor, dessen Fragen aktueller kaum sein könnten.

Literatur als Resonanzraum der Gegenwart

Der Besinnungsweg ist mehr als ein kulturelles Angebot. Er ist ein Versuch, Literatur wieder in Bewegung zu bringen – raus aus dem Buch, hinein in den öffentlichen Raum. In einer Zeit, die von Unsicherheit und Umbruch geprägt ist, wirken Hesses Texte wie ein Spiegel: persönlich, unbequem, ermutigend. Eine wichtige Grundlage für die inhaltliche Ausarbeitung bildet das Buch „Seien Sie gegrüßt, liebe Freunde in Ulm“ von Jan Haag und Michael Köhler (2018), das die Beziehungen Hermann Hesses zur Stadt Ulm fundiert dokumentiert. Ergänzend dazu wurden historische Quellen wie die sogenannte Nürnberger Reise herangezogen, die weitere Einblicke in Hesses Aufenthalte und Begegnungen in der Region geben.

Konzipiert wurde der Hermann-Hesse-Besinnungsweg 2024 vom  Betriebswirt, Coach und Unternehmensberater Gerd Xeller aus Laupheim. Der Besinnungsweg greift die historischen Verbindungen auf und übersetzt sie in ein zeitgemäßes Format: An den einzelnen Stationen werden Zitate, Hintergründe und Impulse zur Selbstreflexion miteinander verknüpft. Ziel ist es, Besucherinnen und Besuchern einen neuen Zugang zu Hesses Denken zu ermöglichen. Eingebettet ist die Veranstaltung in den Literatursommer Baden-Württemberg 2026, der unter dem Motto steht, literarische Perspektiven für die Zukunft zu öffnen. Auch die Volkshochschule Laupheim beteiligt sich mit einem eigenen Programm: Lesungen, Spaziergänge, Workshops und Vorträge rund um Hermann Hesse und seine Verbindung zur Region. So entsteht ein Netzwerk von Orten, Ideen und Begegnungen – von Ulm über Laupheim bis nach Blaubeuren. Ein kultureller Raum, der zeigt, dass Literatur nicht vergangen ist, sondern wirkt.

Der 21. Mai soll ein Auftakt sein für einen Weg, der weiterführt. Der Rundgang wird regelmäßig als geführte Tour angeboten. 

Information und  Anmeldung über die die UNT Tourismus GmbH Ulm/Neu-Ulm: www.ulm.de/tourismus 

Weitere Informationen: www.hermann-hesse-besinnungsweg.de

Autorin: Andrea Reck


erschienen in Mai 2026

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