Weltkriegsbombe am Bahnhof Aulendorf gefunden

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Aulendorf (rei) – Bei Bauarbeiten am Aulendorfer Bahnhof wurde am Mittwochnachmittag (29.4.) eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst war rasch vor Ort. Vorsorglich wurde von der Bundespolizei der Bahnhof geräumt. Laut Auskunft der Polizei habe der Kampfmittelbeseitigungsdienst rasch festgestellt, dass sich kein Sprengstoff mehr in der seinerzeit detonierten Bombe befunden habe. Inwiefern eine Gefahr vom Zünder ausgegangen sei, bedarf der Untersuchung.
Die Meldung über den Fund der Bombe war bei der Bundespolizei, die für die Sicherheit in Bahnhöfen zuständig ist, um 15.40 Uhr eingegangen. Sofort machten sich Bundes-Beamte vom Revier Friedrichshafen auf den Weg nach Aulendorf. Um ca. 16.45 Uhr wurde der Bahnhof gesperrt. Reisende und Passanten mussten den Bahnhofsbereich verlassen. Der Bahnverkehr war von 16.50 Uhr bis 17.53 Uhr unterbrochen. Anfahrende Züge mussten in den vor Aulendorf liegenden Haltestellen warten. Kurz vor 18.00 Uhr wurden die Sperrungen aufgehoben. Man konnte den Bahnhofsbereich wieder betreten, die Züge konnten wieder fahren. Laut Auskunft der Bundespolizei in Konstanz gab es bei drei Zügen Verspätungen von jeweils 54 Minuten.
Fünf-Zentner-Bombe
Der Sprengsatz selbst war augenscheinlich bereits beim Abwurf im Frühjahr 1945 detoniert, es konnte aber nicht ausgeschlossen werden, dass noch einer der Zünder in dem Metallkörper funktionsfähig war. Nach der Begutachtung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst konnte zügig Entwarnung gegeben werden. Von der seinerzeitigen Fünf-Zentner-Brandbombe ging keine Gefahr mehr aus, sie wurde später fachgerecht abtransportiert.



























