
Kontakt
Redaktion
Anzeigen
Eigene Brunnen. Fachberatung und -Betreuung. Pumpen für Notfälle. Fachvorträge. Technische Hilfe. Verhandlungen mit Amtsleuten. Das alles – und noch so manches mehr – bietet die Bürgerinitiative dezentrale Wasserversorgung Oberschwaben (BdW) ihren 503 Mitgliedern. Und zwar für 1 Euro pro Monat.
Also für nur 12 Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr. Bisher ohne staatlichen Zuschuss. Also eine wirkliche „non-governmental organization“ (NGO). Damit spart die BdW ihren Mitgliedern massiv Kosten. Und dabei auch dem Staat. Denn was die BDW-Vereinsangehörigen mit ihren eigenen Brunnen und reinigungs-starken Kleinkläranlagen leisten, brauchen die Gemeindeverwaltungen nicht zu erbringen. Also keine Rohrleitungskosten, keine Suche nach weiterem Trinkwasser. Aufgaben, die selbst für eine einzelne Gemeinde wie der BdW-Vereinssitz Kißlegg in die Millionen gehen würden.
Für 1 Euro pro Monat. Wen wundert’s da, dass die BdW – anders als viele andere Vereine – Mitgliederzuwachs aufweist? Und das auch noch aus 55 Städten und Gemeinden.
Selbst wenn die BdW diese 1 Euro pro Monat eines Tages auf 1,50 oder gar auf 2 Euro pro Monat erhöhen müsste – die großen Aufgaben, die sie auch als Notfallversorgerin schultert, sind dabei immer noch extrem sparsam gemeistert. Ministerinnen oder Minister von Regierungen, die erklären, dem Wohlergehen der Bevölkerung zu dienen, sollten gezwungen werden, vor Amtsantritt ein Jahr aktives BdW-Mitglied zu werden. Dabei bekämen sie viel Fachwissen – und die Fähigkeit, mit Geld um zu gehen. Denn das wäre angesichts immer knapperer öffentlicher Kassen ein wahrer Segen, meint
Julian Aicher
Transparenzhinweis: Julian Aichers Frau Christine Abele-Aicher ist BdW-Mitglied. Beide genießen Wasser aus eigenem Brunnen in der Rotismühle bei Leutkirch.




























