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NABU: Jetzt beim Brüten unterstützen und Schwalbenplakette erhalten

Geben wir den Schwalben ein Zuhause!

Foto: NABU
Mehlschwalbe
veröffentlicht am: 08.04.2026
Autor: Camilla Lindner, NABU BW
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Stuttgart – Dank viel Sonne und stabiler Wetterlage kehren derzeit wieder Zugvögel nach Baden-Württemberg zurück – so auch Mehl- und Rauchschwalben sowie Ufer- und Felsenschwalben. Alle vier Arten brüten im Südwesten. Mit etwas Glück kann man im südbadischen Naturschutzgebiet Wehramündung Felsenschwalben beobachten, wenn sie dort einen Zwischenstopp zu einem ihrer wenigen Brutplätze, etwa am Feldberg, einlegen.

Für eine erfolgreiche Brut brauchen die grazilen Flieger vor allem: viele Insekten und sichere Nistplätze, am Haus, im Stall, am Felsen oder an einem naturnahen Steilufer. Weil die Bestände stark abgenommen haben, ruft der NABU alle Vogelfreundinnen und -freunde im Südwesten auf: Gebt den Schwalben ein Zuhause!

Schwalben ein Zuhause schaffen

Jetzt ist eine gute Zeit, um Schwalben zu unterstützen. Rauchschwalben nisten in Ställen, Scheunen und Garagen, wo sie über offene Fenster, Türen oder Einflugöffnungen durchgehend Zugang benötigen. „Klappe auf und freie Flugbahn schaffen“, appelliert daher NABU-Schwalbenexperte Rudi Apel. Mehlschwalben bevorzugen Außenwände für den Nestbau. Als ursprüngliche Felsenbrüter bauen die Kulturfolger ihre geschlossenen Lehmnester aus hunderten Lehmkügelchen mit dem Schnabel unter Dach- oder Fassadenvorsprünge. „Bitte unterstützen Sie Schwalben beim Nestbau“, ruft Apel auf.

Wer sein Engagement sichtbar machen möchte, kann sich beim NABU um die wetterfeste Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ bewerben. In Baden-Württemberg hat der NABU bereits 3.300 Menschen, ihre Häuser und Ställe ausgezeichnet. „Immer mehr Hausbesitzende zeigen ihre Liebe zu Schwalben und sind Vorbild für ihre Nachbarschaft – das steckt hoffentlich an, sodass weitere Nistplätze in Baden-Württemberg entstehen“, so Apel.

Rauch- und Mehlschwalben waren jahrhundertelang ganz selbstverständliche Mitbewohner in Dörfern und Städten. Heute sind die Bestände vielerorts drastisch zurückgegangen. Während sich der Bestand der Rauchschwalbe zuletzt etwas stabilisiert hat, ging die Zahl der Mehlschwalben in Deutschland innerhalb von 40 Jahren um fast die Hälfte zurück, mit einem Tiefpunkt im Jahr 2003. Im Südwesten sieht es nicht besser aus, die Rauchschwalbe wird unter der Kategorie „gefährdet“ auf der letzten Roten Liste der Brutvögel Baden-Württembergs genannt. In der Roten Liste werden alle Brutvogelarten im Land hinsichtlich ihrer Gefährdung eingestuft. Ursachen für den Rückgang sind vor allem der Verlust von Nistmöglichkeiten an Gebäuden sowie Veränderungen in der Landwirtschaft und Landschaft, es verschwinden beispielsweise Blumenwiesen mit Insekten.

Tipps für mehr Schwalben im Südwesten:

  1. Nistplatz schaffen und schützen
  2. Für Nahrung sorgen, durch vielfältige Gärten und weniger Pestizide
  3. Lehmpfützen als Baumaterial anbieten

Weitere Schwalben-Fakten:

  • Der NABU hat im Rahmen der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ seit 2017 bundesweit 14.000 Plaketten vergeben, davon rund 3.300 in Baden-Württemberg. Weitere Informationen zum Schwalbenschutz samt Bauanleitungen und Bezugsquellen sowie ein Onlineformular für die Plakette gibt es unter www.NABU-BW.de/schwalbenfreundlicheshaus.
  • Wie es den Schwalben und anderen Vogelarten der Dörfer und Städte geht, untersucht die „Stunde der Gartenvögel“. Dabei werden eine Stunde lang die Vögel in Gärten und Parks gezählt. Im Vorjahr nahmen in ganz Deutschland 58.000 Menschen teil. Der NABU ruft vom 8. bis 10. Mai zum 22. Mal zum Mitmachen bei der Stunde der Gartenvögel auf. www.stundedergartenvoegel.de

Pressebilder und Grafik zum Schwalbenjahrwww.NABU.de/pressebilder_schwalben

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Camilla Lindner, NABU BW
veröffentlicht am
08.04.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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