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    Tagesordnungspunkt 3 der Sitzung am 11. März

    Gemeinderat befasst sich mit klimaneutraler Wärmeversorgung

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    Foto: Julian Aicher
    Die Info-Veranstaltung am 19. Februar zur kommunalen Klimawende war sehr gut besucht. Archivbild.
    veröffentlicht am: 10.03.2026
    Autor: Julian Aicher
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Kißlegg – Mittwochabend, 11. März, ab 17.00 Uhr. Gemeinderatssitzung im Esthersaal des Neuen Schlosses Kißlegg. Einer der Tagesordnungspunkte dabei: die kommunale Wärmeplanung. Sie war schon einmal Thema dort. Dann auch Inhalt einer Bürger-Information im Neuen Schloss am 19. Februar. Zielpunkt: 2040. Bisher sieht Bauamtsleiter Manfred Rommel die Vorschläge dazu „in visionärer Höhe“. Doch sie könnten bald Bodenhaftung gewinnen.

    Die Vorgabe sei „dass wir eine Klimaneutralität bis 2040 erreichen“. So Karsten Jäkel. Er ist Ingenieur (FH) mit BAFA-Registrierung, zertifizierter Energieauditor nach DIN-EN 16247, TÜV-geprüfter Sachverständiger sowie Netzwerk- und Kooperationspartner der Klima- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA). Sein Büro in Weingarten berät Firmen und Gemeinden bei deren Energiemanagement. So jetzt auch Kißlegg.

    Rückblick auf die Bürger-Information am 19. Februar. „Alles, was wir darstellen, ist Fiktion“, erklärt Energiemanager Karsten Jäkel dem Publikum im vollen Saal des Neuen Schlosses damals. Mehr als einmal spricht er dabei, „jetzt wieder in der Fiktion“. Und so erkennt Bauamtsleiter Manfred Rommel das Ganze „in visionärer Höhe“. Mit besten Absichten. Denn spätestens seit dem UNO-Welt-Klima-Abkommen Paris 2015 weist die Ziellinie in Richtung regenerativer Energien. Also Sonne, Pflanzen (Bioenergie), Erdwärme, Wasserkraft, Wellenenergie und Windkraft. Ohne Erdgas und Erdöl. Denn diese beiden blasen beim Verbrennen Kohlenstoffdioxid (CO2) in die Luft. CO2 gilt wiederum als Verursacher des Treibhauseffekts.

    Fünf-Punkte-Plan

    Was also tun, damit Pläne für Kißleggs Heizungen nicht nur „in visionärer Höhe“ bleiben? Dazu hat Energiemanager Karsten Jäckel dem Rathaus einen rund 150-seitigen Text vorgelegt. Er enthält Vorschläge dazu, auf welchem Weg sich Klimaneutralität in Kißlegg erreichen lasse. Zumindest im Heizbereich. 

    Erstens sei dabei „die Steigerung der Effizienz von Gebäuden“ anzustreben. Damit lasse sich mehr oder minder sofort an öffentlichen Bauten beginnen. Etwa mit der Dämmung der Außenwände und des Dachs. Dazu empfiehlt Jäkel die Erstellung des Maßnahmenkatalogs  schon 2026. Zweitens müsse eine Studie zur fachlichen Nutzung des Energie-Inhalts der Kläranlage her. Ebenfalls ab 2026. Erst 2027 gehe es dann an den dritten Vorschlag. Nämlich weiterführende Studien (BEW / Quartierskonzept). Dabei heißt BEW so viel wie Bundesförderung Effizienter Wärmenetze. Zum Vierten regt Energiemanager Jäkel ab 2028 ein Konzept „zur hydraulischen Optimierung bestehender Wärmenetze / Prüfung von inselhafter Netzverknüpfung“ an. Und schließlich rät Jäkel zu Punkt fünf. Nämlich dem Aufbau einer kommunalen Energiedatenplattform in Kooperation mit Versorgern ab 2027.

    Der Beschlussvorschlag

    Aus dem Jäckel-Papier leitet das Rathaus für die Gemeinderatssitzung am 11. März folgenden Beschlussvorschlag ab: „Der Gemeinderat beschließt die bisherige Entwurfsfassung der kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Kißlegg mit seinem Bericht entsprechend dem Wärmeplanungsgesetz und  (…) befürwortet die im Bericht erwähnten 5 Maßnahmen (lfd. Nr. 1 bis 5) zur Wärmewendestrategie.“
    Damit soll sich die Ortspolitik von „visionärer Höhe“ zum Landeanflug auf den Boden konkreter Kißlegger Wärmeversorgung begeben.

    Bürgermeister Dieter Krattenmacher hatte derweil schon bei der Informationsveranstaltung am 19. Februar die Bürgerschaft gewarnt: „Gehen Sie nicht raus mit dem Gefühl: `Die Gemeinde macht das schon.“ Von Energiemanager Karsten Jäkel war das Publikum mit der Zusicherung beruhigt worden: „Es gibt keinen Anschlusszwang.“
    Julian Aicher

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    Julian Aicher
    veröffentlicht am
    10.03.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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