Die Bürger wurden nicht ausreichend gehört



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Die grünen Kreisverbände Wangen und Ravensburg reagieren wie folgt auf das Aus des Biosphärengebietes (13.11., 15.58 Uhr):
Wir bedauern das Scheitern des geplanten Biosphärengebiets Allgäu-Oberschwaben sehr. Besonders kritisch sehen wir, dass die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr gehört wurden. Statt einer offenen und breit angelegten Meinungsbildung wurden durch die CDU ideologisch motivierte Beschlüsse forciert – ohne echte Prüfung, ohne sachliche Debatte, und ohne transparente Beteiligung der Öffentlichkeit.
Alle bestehenden Biosphärengebiete in Baden-Württemberg haben sich bislang als echte Erfolgsgeschichten erwiesen. Dass den Menschen in unserer Region nun die Chance auf ein vergleichbares Projekt in dieser Weise genommen wurde, ist ein herber Rückschlag und hinterlässt einen ausgesprochen bitteren Nachgeschmack. Die Debatte war zuletzt stark polarisiert – bis hin zu Argumenten, wonach das breite Votum eines Bürgerforums weniger Gewicht habe als das einiger weniger Großgrundbesitzer. Da wurde viel Porzellan zerschlagen und Misstrauen gesät.
Gerade mit skeptischen Landwirtinnen und Landwirten wäre andernfalls vielleicht eine sachlichere und offenere Diskussion möglich gewesen – eine Diskussion, die wir sehr begrüßt hätten.
Eine vertiefte basisdemokratische Auseinandersetzung, etwa durch Bürgergremien, hätte dem Vorhaben insgesamt gutgetan.
Christian Schlumpberger (für die Kreisverbände Wangen und Ravensburg von Bündnis 90/Die Grünen)
Anm. d. DBSZ-Red.: Stellungnahmen von Akteuren mit zielgerichteter Interessenslage – wie im vorliegenden Fall – enthalten in aller Regel Meinungsbestandteile. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.
Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe / Offene Briefe / Stellungnahmen zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.
Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Äußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen


























