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Kirchbau in der Zielgeraden

Richtfest in Schwarzenbach

Foto: Markus Waggershauser, DRS
Der Neubau der Kirche in Schwarzenbach nimmt Gestalt an. Am 11. Juli wurde Richtfest gefeiert.
veröffentlicht am: 13.07.2026
Autor: Markus Waggerhauser, Diözese
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Schwarzenbach – Die Kirchengemeinde St. Felix und Regula in Schwarzenbach feierte am 11. Juli Richtfest mit allen am Kirchenneubau Beteiligten – selbstredend mit einem Gottesdienst.

Holzbauer Matthias Rief erhebt nach dem Richtspruch das Glas. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Markus Waggershauser

„Hoch, hoch, hoch“, riefen die Zimmerleute lauthals und zogen das mit bunten Bändern geschmückte Tännele auf die Gerüstplattform an der Spitze des Giebels. Neben dem inzwischen freistehenden alten Kirchturm wuchs in den letzten Monaten unter Regie des Vorarlberger Architekturbüros Innauer Matt der Rohbau der neuen Kirche. Inzwischen ist der Dachstuhl aufgerichtet. „Entstanden ist der neue Bau nach unseres Bauherrn Plan genau“, reimte Matthias Rief von Holzbau Schmalzl aus Schwarzenberg (Vorarlberg) in luftiger Höhe den Richtspruch. Die Drohne des Burg- und Heimatvereins umschwirrte ihn, als er fortfuhr: „Schlank, fest und stolz er aufwärts strebt, dass sich der Geist zu Gott erhebt.“

Wie es sich anfühlt, wenn sich der Geist in der neuen Kirche zu Gott erhebt, konnten die Schwarzenbacher und ihre Gäste aus der ganzen Seelsorgeeinheit, Handwerker und Bauverantwortliche sowie Diözesanbaumeister Dr. Thomas Schwieren beim Gottesdienst am vergangenen Samstag bereits erahnen. Obwohl wie zuletzt in der Vorgängerkirche ein Gerüst den Platz einengte und die Fenster am Dachfirst noch verdeckt blieben, füllten die Gläubigen mit Gebet und Gesang zu den elektronischen Orgelklängen des Wangener Kirchenmusikers Georg Enderwitz den Raum. Gott sei immer da und an kein Gebäude gebunden, sagte Pfarrer Dr. Claus Blessing bei der Begrüßung. „Aber wir Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf und noch viel mehr“, erläuterte er den Sinn von Kirchen.

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Pfarrer Dr. Claus Blessing zelebrierte die erste Eucharistiefeier unter dem neuen Kirchendach. Assistiert von Diakon Philipp Groll spendet Pfarrer Dr. Claus Blessing mit dem Wetterkreuz den Segen. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Markus Waggershauser

Wenn der Sämann im Matthäusevangelium nicht davon überzeugt gewesen wäre, dass die meisten Körner auf guten Boden fallen und dass schon etwas aus ihnen wird, hätte er es vermutlich gleich bleiben lassen. Den Sämann verglich Blessing in seiner Predigt mit Gott. „Gott sagt zu keinem: Bei dem ist Hopfen und Malz verloren“, fuhr er fort und übertrug diese Einstellung auch auf den Umgang der Menschen untereinander. Bei einem Kirchbauprojekt sei ebenso Hoffnung und Vertrauen auf die Zukunft notwendig. Und Mut, für den sich der Pfarrer beim Kirchengemeinderat (KGR) und den anderen Verantwortlichen bedankte. „Das Wort Gottes, das künftig hier verkündet wird, ist voller Kraft“, bestärkte er die Gemeinde.

Bei frohem Schmause

Während die Abendsonne durch das große Fenster auf der Empore den Gottesdienstraum in warmes Licht tauchte, lud der Gewählte KGR-Vorsitzende und Baukümmerer Dr. Erwin Biegger zum Richtfest ins Freie ein. Eine Besucherin aus dem Nachbardorf sah die große Menschentraube auf dem Vorplatz und staunte, wie viele Leute doch trotz Gerüst in die nun kleinere Kirche passen. „Nun aber wollen wir uns freuen und froh ein Glas all denen weihen, die diesen stolzen Bau vollbracht und ihre Sache gut gemacht“, beendete Rief seinen Richtspruch. Er erhob das Glas auf sie alle, leerte es und warf es nach alter Tradition zu Boden. Die unten Stehenden stießen anschließend „bei frohem Schmause“ auf dem Dorfplatz auf die neue Kirche an.

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Markus Waggerhauser, Diözese
veröffentlicht am
13.07.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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