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Wangen – Am Samstag, 30. Mai,trafen sich 25 Radlerinnen und Radler um 9.00 Uhr vor dem Molpertshauser Friedhof, um die von der KEB angebotene Radwallfahrt nach Wangen zu starten.
Zu Beginn wurden die Teilnehmer von Josef Forderer und Günter Brutscher mit den Stationen der geplanten Tour über ca. 60 km und allgemeinen Sicherheitsregeln vertraut gemacht. Danach erläuterte Günter Brutscher, warum das schmiedeeiserne Kreuz am Ende des Mittelganges des Molpertshauser Friedhofs steht. Es wurde einst nach dem Zweiten Weltkrieg in Unterurbach zur Erinnerung an einen grausamen Mord an zwei französischen Kriegsgefangenen errichtet und sollte beim Bau des Urbachviadukts abgerissen werden. Dank des damaligen Bürgermeisters Ottmar Oberhofer konnte das Sühnezeichen erhalten werden und steht seither am jetzigen Platz. In Gedanken wurden auch der frühere Initiator der Radwallfahrten, Peter Moosmann, und weitere ehemalige Teilnehmer mit auf die Wallfahrt genommen. Nach einem Reisesegen schwang man sich auf den Sattel, um bei idealem Radlerwetter die Radwallfahrt anzugehen.
Auf herrlichen Radwegen und Nebenstrecken gelangte man über Rohr, Weitprechts und Metzisweiler nach Wiggenreute, der 1. Station unserer diesjährigen Tour. In der dortigen Kapelle erläuterte Günter Brutscher gewohnt sachkundig und humorvoll die einzelnen Heiligenfiguren und die Hintergründe für die Verehrung derselben. Mit einem Danklied für den guten Morgen verabschiedete man sich von der Wiggenreuter Kapelle.
Führung durch Josef Fussenegger
Anschließend ging die Tour weiter über Kisslegg und Bärenweiler nach Wangen. Dort erwartete uns bereits Josef Fussenegger an der Stadtpfarrkirche St. Martin und erläuterte uns zunächst den Seelenbaum, der als Erinnerung an den ehemaligen Friedhof steht. Danach führte er uns ins historische Rathaus und erklärte uns dieses tolle Gebäude und die historischen Bildtafeln.
Die Rochus-Kapelle
Nach einer erfrischenden Einkehr in der Eselsmühle setzte er die Stadtführung fort und wir besuchten die Rochuskapelle; sie ist ein in Oberschwaben einzigartiges Kleinod sakraler Baukunst, dessen Geschichte bis in die Renaissance zurückreicht. Neben Schnitzwerken der Familie Zürn ist die reich verzierte Decke, die mit 66 biblischen Bildern geschmückt ist, besonders beeindruckend. Diese außerge-wöhnlichen Malereien erzählen zentrale Szenen aus dem Neuen Testament und zeigen die Wappen der Stifter. Die Bilder laden Besucher ein, die biblischen Geschichten auf eine besondere Weise zu erleben. Mit drei Dankliedern und einem kleinen Präsent für die sehr fachkundige Führung verabschiedeten wir uns von Josef Fussenegger und vereinbarten, in zwei Jahren nochmals zu kommen, damit wir andere Teile der wunderschönen Stadt auch noch kennenlernen dürfen.
Der Heimweg
Von Wangen aus machte man sich dann auf den Heimweg über Dürren, Waltershofen, Kisslegg, Weitprechts und Gaishaus nach Molpertshaus und beschlossen diese erlebnisreiche Radwallfahrt gegen 17.30 Uhr im „Adler“ in Molpertshaus. Dort wurde Günter Brutscher ausdrücklich für sehr informativen Ausführungen an den verschiedenen Orten gedankt und die Teilnehmer waren sich einig und dankbar, wiederum eine äußerst informative Radwallfahrt unfallfrei beendet zu haben. „Ultreia“ (Auf geht’s), der alter Wallfahrergruß darf an dieser Stelle gesagt werden; dieser Ruf wird auch im nächsten Jahr wieder erschallen, wenn radwallfahrend ein anderer Teil unserer Umgebung erkundet wird.
Josef Forderer






























