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    NABU-Wissen über zehn häufige Spinnenarten im Südwesten

    Spinnen im Herbst: Wo sie leben, was sie fressen, warum wir sie brauchen

    Foto: Anja Nagel
    Gartenkreuzspinne.
    veröffentlicht am: 22.10.2026
    Autor: Camilla Lindner, NABU
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Stuttgart – Mit den ersten kalten Nächten verwandeln Tautropfen Spinnennetze in magische Gebilde. Quer über Wege am Waldrand, auf Hecken und Büschen, im Gras oder am Bachlauf – fast überall hinterlassen Spinnen mit Fäden und Netzen ihre hauchfeinen Spuren.

    Als wechselwarme Tiere suchen Spinnen im Herbst nach frostfreien Verstecken für den Winter. Manche Arten verirren sich dabei in unsere Wohnungen. Weil die trockene Wohnungsluft für Gartenspinnen meist tödlich ist, sollte man die harmlosen Krabbeltiere behutsam mit einer Becherlupe oder einem Glas und einem Stück Papier einfangen und ins Freie setzen. Dort finden sie zum Beispiel in Schuppen, Holzstapeln oder Steinhaufen einen frostfreien Platz, wo sie in Kältestarre die nahrungsarme Zeit überdauern. „Spinnen sind ein wichtiger Teil der Natur, denn sie fangen und vertilgen jede Menge Insekten, zugleich sind sie Nahrung für eine Vielzahl anderer Tiere, wie Vögel, Schlupfwespen oder Eidechsen“, betont Robert Pfeifle vom NABU Baden-Württemberg.

    In Baden-Württemberg leben mehr als 700 Arten von Spinnen aus unterschiedlichen Familien, darunter einige mit fantasievollem Namen – etwa Baldachin-, Spring-, Wolfs- und Krabbenspinnen. Manche Arten, wie die stark behaarte Hauswinkelspinne oder die langbeinige Zitterspinne, haben sich ganzjährig in unseren Wohnungen, Kellern oder Dachräumen eingerichtet. Dort sind sie ohne Winterpause aktiv und vertilgen fleißig ihre Beute. In attraktiven Ecken mit viel Flugverkehr bauen sie ihre Netze oder legen sich in Bodennähe auf die Lauer.

    Im Laufe eines Jahres fressen Spinnen das Mehrfache ihres eigenen Körpergewichts. Ihre Haare dienen ihnen bei der Jagd als Sinnesorgan, mit dem sie ihre Beute erspüren. So geraten neben Stechmücken, Motten und Fliegen auch kleinere Spinnen in die Fänge größerer Verwandter.

    Wer möchte, dass Spinnen möglichst draußen bleiben, kann Insektengitter an Fenstern und Balkontüren anbringen. 

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    Fünf häufige Gartenspinnen:

    • Gartenkreuzspinne: Macht beeindruckend große Radnetze
    • Zebraspringspinne: Schwarz-weiß gefärbter Weitspringer mit gutem Sehvermögen
    • Spaltenkreuzspinne: Dunkel gefärbte, nachtaktive Radnetzspinne
    • Veränderliche Krabbenspinne: Geschickter Lauerjäger mit Chamäleon-Fähigkeiten
    • Wespenspinne: Große wärmeliebende, schwarz-gelb-weiß geringelte Radnetzspinne

    Fünf häufige Wohnungsspinnen:

    • Große Zitterspinne: Kann bis zu drei Jahre alt werden, schwingt bei Gefahr in ihrem Netz
    • Nosferatuspinne: Schnelle Jagdspinne, die auf Beutesuche umherstreift
    • Große Hauswinkelspinne: Legt sich in ihrem Trichternetz auf die Lauer
    • Gewöhnliche Fettspinne: Fühlt sich unterm Regal und Sofa zuhause, erbeutet dort große Krabbler
    • Speispinne: Ihr Name ist Programm – diese kleine Spinne spuckt klebrige Fäden über ihre Beute

    Übrigens: Der Weberknecht ist ein Spinnentier, aber keine Spinne. Er hat einen einteiligen Körper, keine Spinndrüsen und kann daher keine Netze bauen.

    Weitere Infos und Link zur Meldeplattform Nosferatu-Spinne: www.NABU-BW.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/spinne/32166.html

    Wespenspinne_NABU Christoph Kasulke
    Gartenkreuzspinne_Axel Aßmann_naturgucker
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    Camilla Lindner, NABU
    veröffentlicht am
    22.10.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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