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42 Hauswirtschafterinnen und 1 Hauswirtschafter

Regierungspräsident Tappeser übergab Meisterbriefe

Foto: RPT
Feierliche Stimmung herrschte am 19. Mai im Bibliotheksaal des ehemaligen Klosters Schussenried bei der Übergabe der Meisterbriefe an 43 Absolventen im Beruf Hauswirtschaft durch Regierungspräsident Klaus Tappeser.
veröffentlicht am: 20.05.2026
Autor: Caroline Steinhart, RPT
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Bad Schussenried – 42 Hauswirtschafterinnen und einem Hauswirtschafter konnte Regierungspräsident Klaus Tappeser am 19. Mai bei einem Festakt in Bad Schussenried persönlich zum Meistertitel in ihrem Berufsstand gratulieren. Aus dem Verbreitungsgebiet der Bildschirmzeitung wurden Daniela Heiß aus Bad Wurzach, Christina Rief aus Isny und Franziska Rummel aus Argenbühl als frischgebackene Hauswirtschaftsmeisterinnen geehrt (die Liste aller Absolventen – insgesamt 46 – haben wir unter dem roten Downloadbalken in der rechten Spalte hinterlegt).

Die Jahrgangsbesten der Meisterprüfung 2026 gemeinsam mit Regierungspräsident Klaus Tappeser. Unser Bild zeigt von links nach rechts Franziska Rummel aus Argenbühl (Bad Waldsee); Amy Böhringer (Böblingen); Verena Serr (Heilbronn); Marlene Schwarz (Heilbronn); Ramona Eberhardt (Radofzell); die in Klammern genannten Orte sind die Ausbildungsstätten. Foto: RPT

Die neuen hauswirtschaftlichen Leistungsträger sowie deren Partner, Eltern, Kinder und Freunde waren Gäste des Regierungspräsidiums Tübingen. Begrüßt wurden sie von Regierungspräsident Klaus Tappeser. Er gratulierte herzlich den neuen Meisterinnen und dem Meister und drückte in seiner Begrüßungsrede Respekt und Anerkennung aus. „Der Meistertitel steht nicht nur für eine hohe Qualifikation und Fachkompetenz in einem wichtigen Bereich des täglichen Lebens, sondern ist auch ein Beruf, der vielfältige Möglichkeiten in der Arbeitswelt eröffnet. Die Hauswirtschaft wird sicherlich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert aber nicht so schnell ersetzt werden können“, so Klaus Tappeser.

Auch dankte er im Rahmen seiner Begrüßung allen, die sich an der Meisterfortbildung beteiligen, für ihr Engagement. Er richtete seinen Dank insbesondere an die Lehrkräfte, die die Kandidatinnen auf die Meisterprüfung vorbereiten sowie an die ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer. Diese haben bei der für die Aus- und Fortbildung für den Beruf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin einen besonderen Stellenwert. 

Den Festvortrag hielt Tobias IIg, Berater und Coach für Organisationsentwicklung, zum Thema „Neue Arbeit in der Hauswirtschaft: Erst unterschätzt, jetzt zukunftsrelevant?“ Mit einem pragmatischen Blick auf neue Arbeit mit konkreten Zukunftspotenzialen rund um Zusammenarbeit, Organisation und Künstliche Intelligenz und spannte er den Bogen zwischen Fachkräftemangel, Digitalisierung, steigender Komplexität und dem Wunsch nach menschlicher, sinnvoller Arbeit und beantwortete die Fragen „Was bedeutet New Work in der Hauswirtschaft und welche Potenziale bietet es?“

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Grußworte

Dezernent Thomas Lötsch des Landratsamtes Ravensburg sowie Frau Schwab, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg e. V. Hauswirtschaft Baden-Württemberg, hielten Grußworte.

Nach Auszeichnung der Jahrgangsbesten durch Regierungspräsident Klaus Tappeser leitete Abteilungspräsidentin Anita Schmitt die Vorstellung der Arbeitsprojekte ein. Eine Meisterin berichtete über ein Digitalisierungsprojekt im Betrieb. Es wurde ein digitaler Aufgabenassistenz eingeführt, welcher die Arbeit in der Wäscherei unterstützt.

Der Beruf Hauswirtschafter/in

Das Regierungspräsidium Tübingen ist landesweit für die Aus- und Fortbildung im Beruf Hauswirtschafter / Hauswirtschafterin zuständig. Es organisiert daher zentral die Meisterprüfung in diesem Beruf für das ganze Land Baden-Württemberg.

Der Meistertitel hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Im Deutschen Qualifikationsrahmen steht der Meistertitel auf der gleichen Niveaustufe wie der Bachelorabschluss (Niveaustufe sechs).

Um zur Meisterprüfung zugelassen zu werden, sind ein einschlägiger Berufsabschluss und Berufspraxis notwendig. In der Regel bereiten sich die angehenden Meisterinnen und Meister mittels eines berufsbegleitenden Vorbereitungslehrgangs auf die Prüfung vor. Bei der Meisterprüfung werden neben Fachwissen auch Aufgaben aus Bereichen geprüft, die in hauswirtschaftlichen Führungspositionen eine zentrale Bedeutung haben. Zu nennen sind insbesondere folgende Themen: Betriebswirtschaft, Analysieren von Betriebssituationen, Entwickeln und Umsetzen von Unternehmenszielen und Konzepten, Umsetzen der berufsbezogenen rechtlichen Vorgaben, Anwenden von Instrumenten des Qualitäts- und Kostenmanagements, Berufs- und Arbeitspädagogik sowie Führung von Mitarbeitenden.

Die Hauswirtschaft hat sich in der Dienstleistungsgesellschaft zu einem zukunftsorientierten Berufsbild entwickelt und ist zudem systemrelevant. Hauswirtschaftliche Dienstleistungen sichern Lebenskultur und -qualität in allen Bereichen des Lebens. In Kindergärten sind hauswirtschaftliche Dienstleistungen ebenso wichtig wie in Senioren- und Pflegeheimen sowie Kranken- oder Tagungshäusern. Kreativen Fachkräften bietet sich ein neuer und wachsender Markt. Auch landwirtschaftliche Betriebe mit zusätzlichen Tätigkeitsbereichen zur Landwirtschaft wie zum Beispiel der Betrieb eines Hofladens, die Direktvermarktung die Beherbergung oder die Ernährungsbildung mit Workshops, alle zusammen sind auf eine professionelle Hauswirtschaft angewiesen. Zudem gibt es mit über fünf Millionen Privathaushalten in Baden-Württemberg ein weiteres hauswirtschaftliches Zukunftsfeld.

Unter dem roten Downlaid-Balken in der rechten Spalte haben wir die Liste der frischgebackenen Hauswirtschaftsmeister/innen hinterlegt. Die genannten Standorte beziehen sich auf die Ausbildungsstätten.

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Caroline Steinhart, RPT
veröffentlicht am
20.05.2026
Lesedauer: ca. 4 Minuten
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