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    Hitze im Garten: So lässt sich Wasser effizient und naturverträglich nutzen

    NABU-Tipps: Mit Regenwasser, gezieltem Gießen und sicheren Trinkstellen Pflanzen stärken und Tiere unterstützen

    Foto: NABU/CEWE/Sandra Malz
    Blaumeise beim baden
    veröffentlicht am: 16.06.2026
    Autor: Claudia Wild, NABU Baden-Württemberg
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Stuttgart – Es wird wieder heiß in Teilen Baden-Württembergs. Am Oberrhein klettern die Temperaturen wohl auf über 30 Grad. Während Menschen im Schatten oder am See Abkühlung finden, verschwinden durch die Hitze kleinere natürliche Wasserstellen wie Pfützen und Gräben. Für Tiere in der Stadt und im Garten bedeutet das: weniger Wasser zum Trinken, für die Gefiederpflege oder, für manche Insekten wie Wildbienen, zum Nestbau. Der NABU gibt Tipps, wie man auf dem Balkon und im Garten Wasser nachhaltig nutzen kann und kleine Oasen für Vögel und Insekten entstehen.

    Regenwasser sammeln

    Wer eine Regentonne oder Zisterne nutzt, kann Regenwasser in niederschlagsreicheren Zeiten auffangen und in trockenen Perioden zum Gießen verwenden. Damit sich dort keine Stechmücken vermehren oder Tiere ertrinken, sollte das Gefäß abgedeckt werden, beispielsweise mit einem feinmaschigen Netz oder einem passenden Deckel. 

    Effizient gießen

    „Gießt man bei starker Sonne, verdunstet viel Wasser, bevor die Pflanzen es aufnehmen können. Außerdem bekommen manche Pflanzen dadurch Brandflecken“, erklärt NABU-Gartenexpertin Aniela Arnold. Sie empfiehlt: früh morgens oder abends gießen und den Boden am Wurzelbereich gründlich durchnässen. Lieber seltener, aber dafür reichlich gießen – so wachsen die Wurzeln tief und die Pflanzen können der Trockenheit besser trotzen. Auch Mulchen, also das Bedecken des Bodens mit organischen Materialien wie Stroh oder Rasenschnitt, hilft dabei, dass weniger Wasser verdunstet.

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    Bade- und Trinkstellen für Tiere schaffen

    „Saubere und sichere Bade- und Trinkstellen sind bei Hitze überlebenswichtig für viele Tiere“, weiß NABU-Ornithologe Stefan Bosch. Vogelbäder gibt es im Fach- und Gartenhandel. „Eine flache Schüssel oder ein Blumentopf-Untersetzer tun es aber auch“, so Bosch. Die Vogeltränke sollte am Rand flach sein. Ideal sind unterschiedliche Wassertiefen zwischen 2,5 und 10 Zentimetern. Wichtig ist auch, dass der Boden der Tränke rau ist, so dass Vögel genügend Halt finden. Damit die Wasserstelle nicht zur Keimschleuder wird, muss das Wasser bei hohen Temperaturen täglich gewechselt werden. Wer jetzt Vogeltränken aufstellt, hilft nicht nur Vögeln: Igel, Eichhörnchen, Eidechsen und Insekten können hier trinken. Kleine Steine oder Äste erleichtern den Zugang und dienen gleichzeitig als Flugplatz für Insekten.

    Teich anlegen

    Ein Gartenteich ist Mikro-Klimaanlage und Biotop zugleich. Das verdunstende Wasser kühlt die Umgebung und die Wasserfläche bietet einen schönen Anblick. Wird zusätzlich der Uferbereich des Teichs bepflanzt, kann dieser Effekt noch verstärkt werden. Denn auch Sumpfpflanzen verdunsten über ihre Blätter Wasser und sorgen so für Abkühlung. Außerdem kommen Igel, Vögel, Libellen und viele andere Tiere gern zum Trinken an den Teich. Wichtig ist, dass es flache Stellen am Ufer oder Ausstiegshilfen gibt. So können hineingefallene Tiere selbst hinausklettern. Ein guter Platz für einen Teich ist eine ebene, eher halbschattige Stelle im Garten. Solche Teiche werden gerne von Molchen und Libellenlarven besiedelt, die Mücken in Schach halten.

    Weitere Infos:

    • Gartenteich selber bauen: Anleitung
    • Wassertränken für Vögel: Tipps
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    Claudia Wild, NABU Baden-Württemberg
    veröffentlicht am
    16.06.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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