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Ravensburg – Bei der Preisverleihung der 6. Filmtage Oberschwaben am 11. Oktober gingen gleich zwei der sechs vergebenen Preise nach Ravensburg:
„Vaterstadt“ von Anna Schubert gewann den Filmpreis Frauen des Soroptimist International Club Ravensburg/ Weingarten, und als bester Kurzfilm wurde von der Fachjury „Can 1 Bicycle change a Life?” von Don Ailinger ausgezeichnet.
Drei weitere Preise gingen an Filme, die ebenfalls einen Baden- Württemberg- Bezug haben: Die Kinder – und Jugendjury, bestehend aus fünf Jugendlichen von verschiedenen Ravensburger Schulen, entschied sich für den Kinderfilm „Sammy und Frida – Chaos mit Sense“ von Katja Benrath, der u.a. mit Mitteln der Filmförderung Baden- Württemberg entstanden war.
Als bester Fernsehfilm wurde die SWR- Produktion „Chamäleon“ (Produzentin: Sophie v. Uslar) benannt. Die Dokumentarfilmjury war am Ende vom Film „Lauf!“ überzeugt, in dem die Stuttgarter Filmemacher Sabine Willmann und Oliver Heise ihre achtmonatige Wanderung auf dem Pacific Crest Trail durch die USA beschreiben.
Mit einer emotionalen Dankesrede per Video reagierte Filmregisseur David Gleeson auf die Nachricht, dass sein irisch-deutsch produzierter Spielfilm „Once upon a Time in a Cinema“ den Hans W. Geißendörfer Preis gewonnen hatte. Der von der Stadt Ravensburg mit 1.000 Euro dotierte Preis ist der bedeutendste Preis des Festivals. Die dreiköpfige Fachjury schrieb in der Begründung: „Once Upon a Time in a Cinema ist eine wunderbare Liebeserklärung an das Kino und an das, was es so besonders macht: Menschen, die zusammenkommen, um gemeinsam Geschichten zu erleben.“
So volle Kinosäle wie noch nie
Der Preisverleihung vorangegangen waren vier Festivaltage mit vielen Filmgesprächen und so vollen Kinosälen wie noch nie in der Geschichte der Filmtage Oberschwaben. So füllte der Dokumentarfilm „Vaterstadt“ gleich zweimal den Kinosaal bis auf den letzten Platz und war damit der bestbesuchte Film des Festivals. Die Produktion, die schon im Vorfeld für Aufsehen gesorgt hatte, wirft einen differenzierten Blick auf das Ravensburger Rutenfest und sorgte damit für angeregte Diskussionen zwischen Publikum und Filmteam.
Die Weltpremiere des Films „7 Tage am Limit – Weltrekord für Daniel Steinhauser“ wurde in Anwesenheit des Filmteams genauso gefeiert wie die Fernsehromanze „Amore Mio – Niemand ist wie Du!“, die ebenfalls in Ravensburg Leinwandpremiere hatte. Der junge Hauptdarsteller Paolo Francesco Möller sorgte danach im Saal für Begeisterung. Er war nur einer von über 50 Filmgästen, die angereist waren, um ihre Filme selbst vorzustellen.
Ein großer Erfolg war auch der Auftakt der Oberschwaben Kurzfilmtour am Festivalsamstag in der Linse in Weingarten. Die bunte Mischung der sechs gezeigten Filmproduktionen spiegelte die Vielfalt der Filmlandschaft Oberschwaben wider. Für diesen Filmblock steht der nächste Termin schon in den Startlöchern: Am Freitag, den 16. Oktober wird die Oberschwaben Kurzfilmtour um 16 Uhr auf der Südbühne der Oberschwabenschau Halt machen.
Die 6. Filmtage Oberschwaben verzeichnen mit über 2.500 Tickets einen neuen Besucherrekord, wobei weniger Vorstellungen als in den Vorjahren im Programm liefen. Für die Festivalleiterin Helga Reichert ist das der Beweis, dass die Zusammenfassung von Vorstellungen und der Fokus auf regionale Themen die richtige Entscheidung für die zukünftige Ausrichtung der Filmtage Oberschwaben ist.
Filmtage 2027:
Die 7. Filmtage Oberschwaben finden vom 7.-10. Oktober 2027 statt.



































