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Leutkirch – Seit einigen Jahren gibt es an den Leutkircher Grundschulen das Kinderbeteiligungsprojekt „Kinder an die Macht“. Zum ersten Mal fand es nun an einer Grundschule in der Kernstadt statt. Dazu besuchte die städtische Kinder-, Jugend- und Familienbeauftragte Maria Hönig die vierten Klassen der Gemeinschaftsschule Leutkirch. Gemeinsam mit den Kindern sammelte Maria Hönig, was den Kindern wichtig ist. In einer zweiten Stufe wurde Besprochene Oberbürgermeister Henle vorgetragen.
Was den Kindern wichtig ist: Familie und Freunde standen an erster Stelle, Haustiere und Hobbys wurden ebenfalls häufig genannt. Anschließend sollten die Kinder Dinge benennen, die sie ändern würden, wenn sie könnten. Während eine der drei Klassen vor allem Verkehrsthemen zur Sprache brachte – etwa mehr Blitzer und Zebrastreifen sowie strengere Regeln für E-Scooter –, sammelte eine andere Klasse zahlreiche Vorschläge für Sport- und Spielplätze, die sie sich in der Stadt wünschen würde. Auch Müll und Naturschutz waren wichtige Themen. Viele Kinder wünschten sich, dass mehr Müll in den dafür vorgesehenen Behältern landet, statt einfach irgendwo fallengelassen zu werden.
Einige Themen wurden auch kontrovers diskutiert. „Keine Hausaufgaben mehr“ war ein Vorschlag, den längst nicht alle teilten. Als ein Kind darum bat, Tore an öffentlichen Bolzplätzen nicht mehr abzuschließen, wandte ein anderes ein, dass das Abschließen durchaus seinen Sinn habe. Auch die große Politik kam zur Sprache. „Es sollte verboten werden, Waffen und Panzer herzustellen“, forderte ein Kind. „Aber was ist, wenn man angegriffen wird und sich verteidigen muss?“, lautete die Entgegnung.

Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle und die stellvertretende Schulleiterin Cordula Homanner mit den vierten Klassen im Musiksaal der Gemeinschaftsschule.
Die verschiedenen Vorschläge wurden sortiert und schließlich Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle sowie der stellvertretenden Schulleiterin Cordula Homanner präsentiert. Beide nahmen sich eine Schulstunde lang Zeit, um sich die Ideen der Kinder anzuhören. Henle versicherte, dass die Stadt Bäume nur aus wichtigen Gründen, etwa zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit, fällt und für jeden gefällten Baum mindestens einen neuen pflanzt. Homanner nahm den Hinweis auf Dornenbüsche am Fußballplatz, in denen immer wieder der Ball hängen bleibt, direkt mit.
Und der Wunsch nach mehr Flohmärkten in den Siedlungen? Den nehmen die Kinder mit nach Hause zu ihren Eltern.


































