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Diepoldshofen / Willerazhofen / Rötsee (rei) – Auch heuer hatte die Seelsorgeeinheit Kißlegg zur Bittprozession nach Rötsee eingeladen. Am Dienstag, 12. Mai, steuerten Pilger zu Fuß aus fünf Richtungen die uralte Wallfahrtskirche an. Sie tauchten ein in einen andächtigen Gottesdienst mit dem berührenden Rötsee-Feeling.
Gestartet waren die zu Fuß Pilgernden in Arnach, Emmelhofen, Diepoldshofen, Immenried und Sonthofen. Manche der Rötsee-Liebhaber kamen mit dem Auto zum Gottesdienst, der um 19.30 Uhr begann. Eine Rötsee-Besonderheit: Das Zusammenläuten um 19.20 Uhr erfolgte von Hand. Zwei Männer zogen an den im Eingangsbereich herabhängenden Glockenseilen.
Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Projektchor Heggelbach-Diepoldshofen, eigens zusammengerufen von Monika Heinz aus Tautenhofen. Es zelebrierte Kißleggs Pfarrer Gunnar Sohl. Mit ihm stand Pater Robert am Altar. Gemeindereferent Alois Borho hielt die Lesung. In seiner packenden Predigt – anekdotisch, auf Schwäbisch, immer wieder Kernsätze aus der Bibel zitierend – sagte Pfarrer Sohl, der bei den Evangelisten häufig zu findende Satz „In jener Zeit“ sei das Hier und Heute. Wie damals die Apostel, so auch heute: Man erlebe die Gegenwart Jesu. Und jeder und jede sei aufgerufen, wie damals die Jünger, für die Sache Jesu zu werben, zu ihr zu stehen.
Die fünf Gruppen waren gestartet zwischen 17.30 Uhr (Gruppe Kißlegg, ab Emmelhofen) und 18.45 Uhr (Gruppe Willerazhofen; ab Sonthofen). Die Gruppen aus Arnach, Immenried und Diepoldshofen waren um jeweils 18.00 Uhr abgegangen. Die Gruppe aus Arnach wurde geleitet von Pfarrer Patrick Meschenmoser. Betend und singend zog man über Freipürsch nach Übendorf, wo man in der Wendelinuskapelle Station machte, um dann weiterzuziehen nach Rötsee, wo man kurz nach 19.00 Uhr ankam, den Bittgang mit dem „Großer Gott“ beschließend.
Nach dem Gottesdienst stand die Pilgerschar gerne noch zusammen. Die Weilergemeinschaft um Herbert Hirscher bot Getränke und Häppchen gegen Spende an. Die Kollekte im Gottesdienst kommt der Wahlfahrtskirche zugute, die von den Bürgern aus Rötsee und Neurötsee liebevoll umsorgt wird. Das erwähnte Pfarrer Sohl im Gottesdienst mit dankbaren Worten.

Die Gruppe aus Arnach erreichte, „Großer Gott“ singend, kurz nach 19.00 Uhr Rötsee. Foto: Jürgen Hirscher

Hier ruht der selige Raperonius: Seit 1000 Jahren ist Rötsee ein Wallfahrtsort. DBSZ-Archivbild: Stephan Wiltsche




































