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Verleihung war heute im Museumshof in Leutkirch

Christian Skrodzki hat den Manfred-Thierer-Preis erhalten

Foto: Julian Aicher
Staatssekretär Raimund Haser überreicht den Preis an Christian Skrodzki. Dieser ist der erste Träger des neu geschaffenen Manfred-Thierer-Heimat- und Kulturpreises.
veröffentlicht am: 27.09.2026
Autor: Julian Aicher
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Leutkirch – Sonntagmittag (27.9.) im Museumshof. Unter stahlblau klarem Himmel vergeben Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle und Staatssekretär Raimund Haser erstmals den Manfred-Thierer-Heimat- und Kulturpreis. Der Preisträger: Christian Skrodzki. Der so Geehrte spendet die 2000 Euro Preisgeld aber gleich weiter an eine dann neu zu benennende Auszeichnung für ähnliche Aktivitäten von Leuten unter 30. Damit solle der Nachwuchs gefördert werden.

Blick in den idyllischen Museumshof. Für die musikalische Umrahmung des sehr gut besuchten Festaktes sorgte das Vorstadtorchester.

„Die Auswahl ist nicht die schlechteste“, sagt Christian Skrodzki verschmitzt. Damit erntet er Lachen im Publikum des voll besetzten Museumshofs. Dann toppt der Geehrte, der eigentlich „das Geld gerade gut selber brauchen kann“, die Feier mit einem Vorschlag: „Ich würde das Ganze gerne zur Verfügung stellen, damit man einen Jugendpreis macht.“ Für Auszuzeichnende nicht über 30.  Erklärtes Ziel: Nicht allein Alt-Bewährte ehren, sondern auch dem Nachwuchs Chancen einräumen.

Bevor OB Henle um 11.48 Uhr verkündet, dass Christian Skrodzki der erste sei, der den neu gestifteten Manfred-Thierer-Preis erhalte, machen es Staatssekretär Raimund Haser und Hans-Jörg-Henle richtig spannend. In einem „Zwiegespräch“ auf der Bühne berichten die beiden nicht nur darüber, wie es zur Idee für diesen Preis gekommen sei, sondern für was und an wen er überreicht werden solle. Kurz: eine Person so ähnlich wie Manfred Thierer.

Dabei hatten sich etliche andere um den Preis beworben oder waren vorgeschlagen worden. Heimatpflege-Vorsitzender Michael Waizenegger erwähnte Teilnahmen von Theresia Hölz mit ihren „Entwürfen für Leutkirch“, von Andreas Bauhofer in Sachen Arma-Christi-Kreuz, von der Lilo-Gollowitsch-Stiftung mit der Lilo-Gollowitsch-Ausstellung, von Gabriele Köppel und ihren Grenzstein-Forschungen (Bayern/Baden-Württemberg), von der Stadt Isny mit dem Otl-Aicher-Konzept für die Allgäu-Stadt, auch von Christian Skrodzki selbst, von Rosa Eisele vom Förderverein Kapelle Osterhofen und von Rudi Holzberger mit seinen Adelegg-Aktivitäten. Alles hochrespektable Akteure. Über all diese Einsendungen zu befinden hatte ein Kuratorium aus Buchenbergs Bürgermeister Toni Barth,  Rosemarie Miller-Weber (Bürgerstiftung), Michael Waizenegger (Heimatpflege), Andreas Thierer und Raimund Haser. Was sicherlich nicht leicht war. Das Preisgeld spendeten die Bürgerstiftung, die Kreissparkasse und die Familie Thierer.

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Damit nicht genug, war für die Preisverleihung am Sonntagmittag in Leutkirchs Museumshof auch eine Art Preis-Trophäe gestaltet worden. Sie stammt von Schmidsfeldens Glasmacher Stefan Michaelis. An den „Blick in längst vergangene Tage“, den die Heimatforschung wage, erinnern runde, teils durchsichtige Steine. Michaelis schichtete sie vorsichtig aufeinander. Gewidmet „Menschen, die genau hinsehen“. Marc Brandner vom gleichnamigen Herlazhofer Grafikbüro hatte zum Ganzen ein Logo entwickelt.

Den Bahnhof im Modell nachgebaut

Auszuzeichnen waren so Personen oder Einrichtungen, „die etwas voranbringen“. Und die damit dafür sorgen, „dass man unsere Wurzeln nicht vergisst“, wie’s OB Henle am Sonntagmittag beschreibt. Da seien dann Leute gesucht gewesen, „die es auch nach außen tragen“.  Damit werde „so langsam“ klar, „um was es geht“. Und um wen. Dass dann kurz vor Mittag der Name Christian Skrodzki fiel, erstaunte kaum noch jemanden. Umso lauter der Applaus für den so Geehrten. Der beschrieb sich anschließend als ehemaliger Schüler von Manfred Thierer. In dessen Heimat-AG hatte Skrodzki eine besondere Aufgabe bekommen: den Nachbau des Leutkircher Bahnhofs-Gebäudes als Modell.

Gruppenbild mir Preisträger. Unser Bild zeigt von links Staatssekretär Raimund Haser, Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle, den Geehrten, Rosemarie Miller-Weber von der Bürgerstiftung, Prof. Dr. Patrick Kuchelmeister (Kreissparkasse) und den Vorsitzenden der Leutkircher Heimatpflege Michael Waizenegger. Auf dem Tisch die Trophäe.

Text und Fotos: Julian Aicher

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Julian Aicher
veröffentlicht am
27.09.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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