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    Benefizkonzert zur Wiedereröffnung der Sporthalle am 24. Oktober

    Landespolizeiorchester begeistert in Kißlegg

    Foto: Ulli Stark
    Das gesamte Ensemble umfasst rund vierzig Musikerinnen und Musiker. Es sind echte Profis.
    veröffentlicht am: 26.10.2026
    Autor: Ulli Stark
    Lesedauer: ca. 4 Minuten

    Kißlegg – Die Sporthalle am Kißlegger Schulzentrum steht für den Unterricht und die Vereine wieder zur Verfügung. Mit einem begeisternden Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters (LPO) zugunsten des Vereins „Bürger für Bürger“ wurde sie am Abend des 24. Oktober offiziell wiedereröffnet.

    Stehende Ovationen des begeisterten Publikums begleiteten die letzten Stücke.

    Auf Spurensuche zum Thema Heimat

    Buchstäblich mit Pauken und Trompeten setzte das rund vierzigköpfige Blasorchester gleich zu Beginn einen starken Akzent: In seiner Komposition „Joyride“ lässt Michael Markowski immer wieder das Thema aus Beethovens „Ode an die Freude“ durchblitzen. Mit dem weiteren Programm, so Dirigent Marvin Stutz, „begeben wir uns auf eine musikalische Spurensuche zum Thema Heimat“. Wie mit der Ersten Rumänischen Rhapsodie von George Enescu oder dem ebenfalls als Rhapsodie dargebotenen neapolitanischen Volkslied „Funiculi-Funicula“. Es geht auf die Inbetriebnahme der Standseilbahn auf den Vesuv im Jahre 1880 zurück und dürfte hierzulande eher durch die Verballhornung als „Marie, da liegt ein toter Fisch im Wasser …“ bekannt sein.

    „Die Musiker haben richtig Spaß“

    „Das alles möchte ich nicht spielen“, bemerkte am Rande eine offenbar beeindruckte Musikerin des Musikvereines Kißlegg, „obwohl wir ja selbst auf höchstem Niveau unterwegs sind“. Auch Gemeinderat Christoph Dürr, selbst passionierter Trompeter, zeigte sich sehr angetan. „Sie spielen absolut sauber, gerade bei den Wechseln von Laut und leise. Die verschiedenen Stimmen greifen perfekt ineinander und die Musiker haben offenbar auch noch richtig Spaß dabei“. 

    Wobei es an dem Abend ja eigentlich um die Sporthalle ging und viele, so Bürgermeister Dieter Krattenmacher bei seiner Begrüßung, eher eine Sportgala erwartet hätten.  Doch für ihn ist „unsere Region eine Hochburg der Blasmusik, was sich an den rund hundert Mitgliedern des Jugendblasorchesters oder der hohen Qualität der Jugendmusikschule in Kißlegg zeigt“. Auch als „Zeichen unserer Dankbarkeit an die Blaulichtfamilie“ habe er mit dem ehemaligen Ravensburger Polizeipräsidenten, Uwe Sturm, dieses Engagement schon vor einem Jahr einfädeln können.

    Zeitplan und Budget bei der Hallen-Sanierung „weitestgehend eingehalten“

    Wobei es beim Zeitplan für die 1980 erbaute Halle knapp zugegangen sein soll. Aber letztlich konnte mit 1,3 Millionen Euro auch das Budget weitestgehend eingehalten werden. Im Mittelpunkt der Maßnahmen stand die komplette Erneuerung des völlig maroden Hallenbodens, in dem jetzt auch Heizung untergebracht ist. Laut einem im Vorfeld veröffentlichten Instagram-Beitrag des Bürgermeisters erlaubt eine zweite mobile Trennwand die umfassendere, flexible Nutzung. Zudem wurde der Schallschutz erheblich verbessert.

    Ein bisschen Wiener Neujahrskonzert

    Zurück zum Konzert: Nach stehenden Ovationen ließ das LPO mit dem Radetzky-Marsch als zweiter Zugabe ein wenig die Atmosphäre des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker aufkommen. Es wäre vermessen, die Akustik der Sporthalle mit der im goldenen Saal des Musikvereins Wien zu vergleichen. Dieter Krattenmacher empfand sie jedenfalls als „Champions League tauglich“. Gegenüber den Musikern kündigte er an: „Wir kommen wieder auf Sie zu“.

    Das LPO, für den Musiker Dieter Krattenmacher „eines der besten symphonischen Blasorchester im Land“, ist beim Innenministerium angesiedelt und besteht ausschließlich aus Profi-Musikern. Mehr Info unter https://www.landespolizeiorchester-bw.de (hinterlegt auch unter dem roten Link-Balken in der rechten Spalte).

    Bilder vom Konzert

    Bürgermeister Dieter Krattenmacher betonte bei der Begrüßung auch seinen Dank an die „Blaulichtfamilie“.

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    Die Wiedereröffnung der Sporthalle stand ganz im Zeichen der Musik

    Ein Klasse-Enesemble …

    … , bei dem auch als Solisten immer wieder hervortraten.

    Karinetten-Solo.

    Wegen des großen Angebots an anderen Konzerten und alternativen Events in der Region blieben am 24. Oktober – bei deutlich mehr als 150 Besuchern – doch einige Stuhlreihen leer.

    Das begeisterte Publikums begleiteten die letzten Stücke stehend.

    Die Spenden gingen an den Verein „Bürger für Bürger in Kißlegg“.

    Text und Fotos: Ulli Stark

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      Ulli Stark
      veröffentlicht am
      26.10.2026
      Lesedauer: ca. 4 Minuten
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