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    Ausstellung in der Städtischen Galerie vom 28. Juni bis 9. November 2026

    Eine Liebeserklärung an die unscheinbaren Dinge

    Foto: © Franco Clivio
    Oft übersehen: Die Ausstellung „No Name Design“ in der Städtischen Galerie richtet den Blick auf die verborgene Qualität alltäglicher Gegenstände.
    veröffentlicht am: 19.06.2026
    Autor: Matthias Pecht, Isny Marketing GmbH
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Isny – Mit „No Name Design“ präsentiert die Städtische Galerie im Schloss Isny vom 28. Juni bis 9. November 2026 eine außergewöhnliche Ausstellung, die den Blick auf die unauffälligen Dinge des Alltags lenkt. Rund 1000 meist kleine Objekte zeigen, dass gutes Design nicht immer laut, spektakulär oder mit einem bekannten Namen verbunden sein muss.

    „No Name Design“ zeigt Gegenstände, die uns täglich begleiten, ohne besondere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Im Zentrum steht die Sammlung des Gestalters und Dozenten Franco Clivio (*1942), der seit Jahrzehnten als leidenschaftlicher „Sucher und Finder“ unterwegs ist. Auf Flohmärkten, in Brockenhäusern, Eisenwarenläden oder Kaufhäusern entdeckt er Objekte, die auf den ersten Blick banal erscheinen, bei genauerem Hinsehen jedoch eine überraschende gestalterische Raffinesse offenbaren.

    Clivio studierte von 1963 bis 1967 an der Hochschule für Gestaltung Ulm und begann bereits während seines Studiums mit Entwürfen für Gardena. Es folgten Arbeiten unter anderem für Erco sowie für Lamy. Neben seiner Tätigkeit als Designer lehrte er an verschiedenen Hochschulen, darunter an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Seine Sammlung und die daraus entwickelten Ausstellungen waren international zu sehen, unter anderem im Gewerbemuseum Winterthur (2013), im MUDAC Lausanne (2013/14), im Triennale Design Museum Mailand (2014), im Werkraum Bregenzerwald in Andelsbuch (2015), im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (2016), im Deutschen Museum München (2016), im Gelben Haus Flims (2017) sowie zuletzt im HfG-Archiv Ulm (2023).

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    Was Clivio sammelt, ist kein klassisches Design im Sinne berühmter Entwürfe. Vielmehr geht es um anonym gestaltete Dinge, deren Qualität sich aus Funktion, Material oder Konstruktion ergibt. Ob Klappmesser, Scheren, Brillen, Greifwerkzeuge oder Messinstrumente – die Exponate eint eine kluge, oft verblüffende Lösung für alltägliche Anforderungen. In der Städtischen Galerie im Schloss entfaltet sich daraus eine Art Wunderkammer mit enzyklopädischem Charakter: ein ebenso spielerischer wie lehrreicher Kosmos, der zum Staunen, Entdecken und Neu-Sehen einlädt. „No Name Design“ zeigt, dass Gestaltung überall zu finden ist – selbst dort, wo man sie am wenigsten erwartet.

    Vernissage am 28. Juni um 11.30 Uhr

    Die Ausstellung wird am Sonntag, den 28. Juni um 11.30 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Nach einer Begrüßung durch Elisabeth Olberz vom Isnyer Büro für Kultur spricht die ehemalige Leiterin des HfG-Archivs, Christiane Wachsmann, eine Einführung. Christian Segmehl begleitet die Veranstaltung musikalisch am Saxophon. Zur Vernissage sind alle Kunst- und Design-Liebhaber herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

    Öffnungszeiten

    Die Öffnungszeiten von Schloss Isny sind: Mo, Do, Fr 14 – 18 Uhr sowie Sa, So 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro und umfasst den Besuch der Städtischen Galerie, der Kunsthalle Friedrich Hechelmann und des Stadtmuseums Isny. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren ist der Eintritt frei. Weitere Informationen unter www.schloss-isny.de und www.isny.de/kunst.

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    veröffentlicht am
    19.06.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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