Ein halbes Jahrhundert im Großen Sitzungssaal


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Isny (mp) – Der Isnyer Gemeinderat hat am Montag, 27. April, eine ganz besondere Sitzung absolviert. Das Gremium kam fast auf den Tag genau 50 Jahre nach ihren erstmals im Großen Sitzungssaal des Rathauses tagenden Vorgängern zusammen.
Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung am vergangenen Montag blickte Bürgermeister Rainer Magenreuter auf das Frühjahr 1976 zurück. Damals wurde das Isnyer Rathaus gerade aufwendig umgebaut und saniert, im Sommer 1977 fand die große Einweihung in Form eines Bürgerfests statt. Das kommunalpolitische Herz durfte aber schon früher an neuer Stelle schlagen: Am Mittwoch, 21. April 1976, kam der Gemeinderat zu seiner ersten Sitzung im frisch gebauten Großen Sitzungssaal im Obergeschoss des Rathauses zusammen. „Geräumig, jedoch sachlich nüchtern, präsentiert sich der neue Ratssaal“, schrieb Redakteur Kurt Loescher drei Tage später in der „Schwäbischen Zeitung“.
25 Männer und 1 Frau
Im Protokoll der damaligen öffentlichen Sitzung sind viele noch heute bekannte Namen vermerkt. So saßen unter anderem Gebhard Mayer, Hans Pscheidl, Walter Bühler, Julius Hofer, Karl Immler und Sepp Mechler im Gemeinderat. Insgesamt bestand das Gremium aus 26 Mitgliedern – 25 Männer und Hilde Bodenmüller als einziger Frau – sowie Bürgermeister Hubert Benk als Vorsitzender.
Die Verpflichtung des wiedergewählten Hubert Benk
Der erste Tagesordnungspunkt sah an jenem kommunalpolitisch für Isny so bedeutsamen Tag die Verpflichtung des wenige Wochen zuvor wiedergewählten Benk für eine zweite Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Isny vor. Gebhard Mayer übernahm als dienstältester Stadtrat die Verpflichtung. Vermerkt im Protokoll ist sogar die mit den Worten „Ich gelobe Treue der Verfassung“ beginnende Formel, die Benk sprach.
12.389 Einwohner
In der ersten Sitzung im neuen Saal ging es danach unter anderem um den Bebauungsplan Neutrauchburg-Süd II, den Kanalisations- und Wasserleitungsbau im Gebiet Pfannenstiel und Kastellstraße sowie um die Einrichtung eines Kindergartens in der Eberzstraße unter der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde. Für das Nikolaikinderhaus wurde damals also der politische Grundstein gelegt. Bei den Bekanntgaben bezifferte Bürgermeister Benk die Einwohnerzahl Isnys zum 31. März 1976 auf 12.389 Einwohner.
Siehe auch das Interview mit Altbürgermeister Hubert Benk unter „Lesen Sie hierzu auch“
































