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Auch für den Mai haben uns wieder einige Zuschriften erreicht, die wir im Folgenden vorstellen.

Leserbriefe zum Editorial, BLIX April 2026, S. 4

Sehr geehrter Herr Dr. Reck, ich fasse mich diesmal kurz: Das dumpfe Eindreschen auf die AfD ändert auch nach jahrelanger Wiederholung nichts an der Notwendigkeit einer rechten Kurskorrektur deutscher Politik. Das steht hinter diesen 20 Prozent. Harald Martenstein sagte es im Thalia-Theater ganz richtig: Die wollen keinen neuen Hitler, die wollen so etwas wie einen neuen Helmut Schmidt.* Das höhnische Gelächter einiger Anwesenden darauf dokumentiert nur, wie wenig bereit oder fähig das saturierte linke Spektrum heute ist, über die engen Grenzen selbstgerechter Borniertheit hinauszudenken.

Mit freundlichem Gruß, Jürgen Votteler, Bad Waldsee

* Zum Verständnis (Anm. der Red.): Die 20 Prozent sind die ungefähren Wahlergebnisse der AfD bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg (18,8%) und Rheinland-Pfalz (19,5%). Harald Martenstein war viele Jahre Kolumnist beim ZEIT-Magazin und wechselte vor kurzem zur BILD-Zeitung. Helmut Schmidt war von 1974 bis 1982 SPD-Bundeskanzler. Er kann nicht mehr widersprechen, er starb 2015.

Guten Tag Herr Reck, vielen Dank für Ihren erfrischenden und wichtigen Leitartikel in der Ausgabe April 2026!

Sehr gut, wie Sie sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus positionieren. Weiter so! Es ist so wohltuend. Schön, wie Sie sezieren, wo und wie die AFD mittlerweile angekommen ist: bei Leuten, die sich gar keine Sorgen machen müssten, das Stammtischgeschwurbel zu allen innovativen Themen aber aufnehmen und weitertragen.

In Erisdorf, einem Kaff mit lauter Eigenheimen und gut gepuderten Einwohnern, hat die AFD an der Urne 45 Prozent bei der Landtagswahl erhalten. Ich bin sehr bedrückt. Hoffentlich war der Shitstorm, den Sie für diesen Leitartikel (wieder) bekamen, nicht zu ekelhaft. Nehmen Sie es nicht persönlich zu Herzen! Alles Gute für Sie!

Mit freundlichen Grüßen, Daniel Wittek, Erisdorf

Leserbrief zum Artikel „Was bleibt“, BLIX März 2026, S. 13

Lieber Herr Reck, mit Interesse habe ich „Was bleibt?“ in der März-Ausgabe gelesen. Ja, auch ich hätte erwartet, dass Kretsche den „sogenannten Wohlstand nicht als unantastbar, sondern für definierbar hält…Dass er das Immer-Mehr in Frage stellt“. Warum hat er das nicht getan? Warum macht er das vielleicht erst dann, wenn er nicht mehr in Amt und Würden ist, so wie andere Spitzenpolitiker vor ihm? 

Andererseits: Kann man in einem Land wie Baden-Württemberg als „Minischderpräsident“ sagen, nun sei es aber genug mit dem Wachstum oder zumindest mit dem quantitativen Wachstum? Nur noch qualitatives Wachstum sei richtig und, ja, man wagt es kaum, dieses Wort auszusprechen, vielleicht sogar Verzicht? Kann er sagen, eine Reaktion auf den Klimawandel erfordere ganz andere Prioritäten und sei sicher im Endeffekt viel billiger als stetiges Wachstum? Am nächsten Tag läge eine Einladung oder soll ich sagen „Vorladung“(?) der Industrieverbände UND der Gewerkschaften auf dem Tisch. 

Solange man als Ministerpräsident solche Gedanken nicht äußern kann, so lang ist BLIX nötig. 

Grüße Willi Laib, Ummendorf


erschienen in Mai 2026

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Leserbriefe Mai 2026

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Mai 2026
Zankapfel Biber
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