
Fast vierzig Jahre nach dem Edeltrash-Klassiker mit Dolph Lundgren wagt Hollywood die zweite Realverfilmung von Mattels Fantasy-Franchise – und schiebt das Projekt nach Jahren in der Produktionshölle endlich auf die Leinwand. Travis Knight, der mit „Kubo“ und „Bumblebee“ ein Händchen für tönerne Mythologien bewiesen hat, erzählt die Herkunftsgeschichte neu:
Als Zehnjähriger wird Prinz Adam (Nicholas Galitzine) aus dem bürgerkriegsgeschüttelten Eternia auf die Erde geschleudert, getrennt vom Schwert der Macht. Fünfzehn Jahre später, mittlerweile als Adam Glenn in einem Großraumbüro versauernd, ruft ihn die magische Klinge zurück nach Hause – wo Skeletor (Jared Leto) bereits über die Ruinen herrscht. An seiner Seite kämpfen die Kriegerin Teela (Camila Mendes) und der treue Man-At-Arms (Idris Elba), während Alison Brie als Evil-Lyn das Schurkenensemble komplettiert. Knight setzt auf opulente Praktik-Effekte von ILM und DNEG, einen Score von Daniel Pemberton und Queen-Gitarrist Brian May – und auf den Mut, das ikonische „I have the power!“ ernst zu meinen, ohne sich selbst zu ironisieren. Ein ansehlicher Sommer-Blockbuster, der seine 80er-DNA stolz vor sich herträgt: laut, bunt, herrlich anachronistisch.
Start: 4 Juni
Autor: Christian Oita
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