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Die Stadtkapelle Bad Wurzach bot blasmusikalische Perlen

Zum 51. Bockbierfest gab´s wieder bayerische Schmankerl und ein tolles Showprogramm

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Foto: Ulrich Gresser
Die Jungmusikanten bei ihrem Tanz auf die Musik der „polierten Bierdeckel“ im Showteil.
veröffentlicht am: 16.03.2026
Autor: Ulrich Gresser
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Bad Wurzach – Zum 51. Mal feierte die Stadtkapelle ihr zweitägiges Bockbierfest in der Turn- und Festhalle bei der Grundschule. Auch in diesem Jahr hatten die Musiker wieder zu Schweinshaxen, Surfleisch und Härles Doppelbock ein tolles Showprogramm einstudiert, das von Oswin Butscher moderiert wurde.

Eröffnet aber wurde das Samstagabend-Programm von der kleinen Besetzung der Stadtkapelle unter der Leitung von Thomas Maier passend mit dem Bayerischen Defiliermarsch, dem an diesem Abend noch viele blasmusikalische Perlen, wie „Abel Tasman“ oder „Wir Musikanten“, denen aber auch Festzeltkracher wie „Auf der Vogelwiese“ oder „Dem Land Tirol die Treue“ folgen sollten. Aber auch Pop-Musik-Klassiker „Abba-Gold“, „Tage wie diese“ oder „Sweet Caroline“ gehören selbstverständlich zum musikalischen Bockbierfestprogramm.

Bei der wunderbaren Polka von Martin Scharnagl „Von Freund zu Freund“ sorgten Wolfgang Grösser, der ansonsten den musikalischen Teil des Festes moderierte, mit seinem Tenorhorn gemeinsam mit seinem Bruder Stefan am Flügelhorn beim solistischen Intro für echtes Gänsehaut-Feeling. Das Saxophon-Register um Peter Allgaier stand bei Can´t stop Believin´ im Mittelpunkt, während Vorstandsmitglied Sabine Wächter kurz vor der Umbaupause für das Showprogramm beim „Einsamen Hirten“ ein beeindruckendes Querflöten-Solo ablieferte.

Moderiert von Oswin Butscher

Oswin Butscher, der durch das Showprogramm führte, erklärte zu Programmbeginn, dass die Stadtkapelle sich überlegt habe, was man denn in diesem Jahr auf die Bühne bringen wollte. Schließlich sei man zu dem Schluss gekommen, dass man Geschichten aus dem Kurstädtchen erzählen wolle.

Beim Aufräumen im Probelokal hatten Jungmusikanten ein Gerät gefunden, mit dem sie nichts anfangen konnten: es war ein CD-Wechsler mit „Dingern, die so aussahen wie polierte Bierdeckel“. Perfekt: So war der erste Programmpunkt, der Tanz der Jungmusikanten, auf die Musik der 70er und 80er Jahre mit Hits wie „Your the one that I want“ , „Uptown Girl“ und „What a feeling“ geboren. Nicht fehlen durften dabei natürlich die „99 Luftballons“ , die daraufhin eine Zeitlang durch die blau-weiß dekorierte Festhalle schwebten.

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Wie sich die Nette Toilette im Laufe der Jahre doch gewandelt hatte, zeigte Markus Vincon gemeinsam mit zwei Kollegen auf: Vor dreißig Jahren wurde dort noch analog geraucht.

Eine besondere Solo-Nummer legte Leon Grösser auf die Bühne des Bockbierfests. Wie eine Zwiebel schälte er sich aus unzähligen Warnwesten und Jacken (in dieser Reihenfolge!), weil sein Vater Wolfgang ihm geraten hatte, auf dem Heimweg von der Landjugendparty „Warnweste und an warma Kittel“ zu tragen.

Beichtautomat und Geldautomaten-Diebstahl

Höhepunkt des Programmes war aber der Beichtautomat, der sogar eine Quittung ausdrucken konnte. Mit Blick auf die zunehmenden Sparzwänge der Seelsorgeeinheiten, wo Geistliche aus Fleisch und Blut irgendwann echte Raritäten sein werden, eine durchaus nicht mehr utopische Vorstellung. Bei diesem Sketsch bekam neben Bürgermeisterin Alexandra Scherer auch ihr Gatte Erwin sein komödiantisches Fett weg. Aber es kam auch der topaktuelle Geldautomaten-Diebstahl von Arnach vom vorigen Wochenende aufs Tapet. Dass sich der Beichtautomat am Ende wegen mangelhafter Bedienung im Wortsinne in Rauch auflöste, geschenkt – das sind halt echte Kinderkrankheiten einer neuen Technik.

Immer ein gern gespieltes Xylophon-Stück ist „Erinnerungen an Zirkus Renz“, bei dem wieder Leon Grösser seine überragenden Schlagwerker-Fähigkeiten beweisen konnte, nachdem die Musiker wieder auf die Bühne zurückgekehrt waren. Ob „Ein Kompliment“ der Sportsfreunde Stiller oder der Kaiserin Sissi-Marsch, alle gespielten Titel wurden von Freddy Holzmüller als „Mann vom Fach“ am Mischpult bestens abgemischt, neben den bayerischen Schmankerln mit ein Grund, warum der Samstagabend des Bockbierfestes sich so großer Beliebtheit erfreut.

Am Sonntag spielte die Trachtenkapelle Eintürnen gewohnt souverän zum Frühschoppen auf, der – eigentlich wie in jedem Jahr – in einer rappelvollen Halle gespielt wurde. Damit die kleinen Bockbierfestbesucher ihren Spaß hatten, sorgten die Musikanten im Foyer mit einem opulenten Spieleprogramm dafür, dass auch diese zu ihrem Recht kamen.
Bericht und Bilder: Uli Gresser

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veröffentlicht am
16.03.2026
Lesedauer: ca. 4 Minuten
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