Bad Wurzach – Am Sonntag, 22. März, fand um 18.00 Uhr ein besonderer Gottesdienst in der evangelischen Kirche Bad Wurzach statt, die Wohnzimmerkirche. Die Kirche war dafür in eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre verwandelt worden: Sofas, Sitzsäcke und Sessel luden zum entspannten Ankommen ein, ergänzt durch warme Stehlampen und Lichterketten, die dem Raum einen wohnlichen Charakter verliehen.
Schon beim Betreten erwartete die Besucherinnen und Besucher ein herzlicher Empfang. Für jede und jeden gab es ein Getränk – von Apfelschorle über Wasser bis hin zu Bier – und auf kleinen Tischen standen Salzstängel, Gummibärchen und M&Ms bereit. Alles war darauf ausgerichtet, dass man sich willkommen und zuhause fühlte.
„Mit Gefühl“
Musikalisch wurde die Wohnzimmerkirche von Matthias Hoch (Schlagzeug), Emilia Müller (Gesang) und Benjamin Merschen (Gitarre) gestaltet, die eine farbenreiche Mischung aus bekannten Songs spielten: von ABBA über Pink bis hin zu christlichen Liedern. Die musikalische Bandbreite unterstützte die besondere Atmosphäre und nahm die Gemeinde emotional mit hinein ins Thema des Abends: „Mit Gefühl“.
Im Mittelpunkt standen Texte und Impulse rund um verschiedene Gefühle wie Dankbarkeit, Angst, Geborgenheit und Wut. Ein besonderer Höhepunkt war die szenisch dargestellte Geschichte „Im Land der Gefühle“. Darin gerieten die Gefühle zunächst heftig aneinander – keines verstand das andere, und Streit bestimmte das Miteinander. Erst als die Liebe als neues Gefühl ins Land kam, sich jedem Einzelnen zuwandte, zuhörte und Verständnis schenkte, verwandelte sich die Stimmung. Schritt für Schritt änderte sich das Zusammenleben der Gefühle, und das Land wurde zu einem Ort, an dem man einander anerkennt und miteinander lebt.
Auch biblisch wurde das Thema vertieft: Die Lesung aus Markus 14, 32–42, der Geschichte von Jesu Ringen und der inneren Not in Gethsemane, knüpfte eindrücklich an die menschliche Gefühlswelt an.
Im Anschluss folgte eine Gesprächsphase. Mit kleinen Fragen und Impulsen, die man sich aus dem von Wolfgang Greshake gebauten „Fragomat“ ziehen konnte, kamen die Menschen miteinander ins Gespräch, vertieften Gedanken, teilten Erfahrungen und konnten dabei Butterseelen genießen. Dieser Austausch wurde von vielen als sehr bereichernd wahrgenommen.
Gebete und der abschließende Segen rundeten den Gottesdienst stimmig und besinnlich ab. Die besondere Atmosphäre der Wohnzimmerkirche blieb während des gesamten Abends spürbar – warm, offen, einladend.
Zwischen 70 und 80 Besucherinnen und Besucher ließen sich zur Wohnzimmerkirche einladen. Auffällig war die bunte Mischung: viele junge Erwachsene, vertraute Gesichter aus der Kerngemeinde, aber auch etliche neue Menschen, die neugierig geworden waren. Die Stimmung war durchweg positiv. Man hatte das Gefühl, dass jede und jeder die gemeinsame Zeit genoss und gerne geblieben wäre. Es war ein Abend voller Musik, Begegnung, Tiefe und Leichtigkeit – ein Gottesdienst, der lange nachklingt.








