Bad Wurzach – Seit Beginn des neuen Schuljahres nimmt Verena Thumm die Aufgaben als Konrektorin an der Seite von Schulleiterin Karolin Prinz des „Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen (SBBZ) wahr.
Die gebürtige Ulmerin Verena Thumm wohnt in Weingarten und kam vor drei Jahren nach ihrem Referendariat als Fach-Lehrerin an das SBBZ nach Bad Wurzach. Damals war die bisherige Konrektorin Karolin Prinz gerade zur Schulleiterin aufgestiegen. Seitdem war der Posten der Konrektorin verwaist gewesen.
Verena Thumm hat in Heidelberg Sonderpädagogik studiert. Warum sie Sonderpädagogik studiert hat? „Die Klassen sind schön klein, man hat mehr Zeit für die einzelnen Schüler. Das macht ja die Sonderpädagogik aus.“ Und warum ist sie nach Oberschwaben gezogen und hat sich in Bad Wurzach beworben? Da muss Verena Thumm als begeisterte Wintersportlerin nicht lange überlegen: Die Nähe zu den Alpen – und natürlich zum Bodensee.
Sie unterrichtet seit drei Jahren an der Schule die Fächer Deutsch und Biologie und war in dieser Zeit auch Vertrauenslehrerin. Zwei Jahre war sie an der Grundschule auch Inklusionslehrerin und zeichnet für die Inklusions-Kooperation mit der Werkrealschule verantwortlich.
An der Schule werden die 49 Schüler von 10 Lehrern in fünf Klassen mit jeweils acht bis zwölf Schülern mit Lernschwierigkeiten – die beim Lernen langsamer sind – unterrichtet. Diese brauchen eine besonders akkurate Struktur im Unterricht. „Wenn ich am Montag aus irgendeinem Grund nicht zur ersten Stunde kommen kann, sind sie irritiert. Aber umso mehr freuen sie sich, wenn ich dann wieder da bin.“
Wie kommen die Schüler ins SBBZ? Wenn in der Grundschule bei einem Kind eine Lernverzögerung festgestellt wird, prüft der sonderpädagogische Dienst in einem speziellen Prüfverfahren, ob das Kind Anspruch auf eine sonderpädagogische Betreuung hat. Gemeinsam mit den Eltern wird dann entschieden, ob es auf das SBBZ geht oder inklusiv unterrichtet werden soll.
Und warum hat sie sich auf die Stelle als Konrektorin beworben? Die Stelle war drei Jahre unbesetzt. „Die sehr familiäre Atmosphäre und das Schulklima haben mich überzeugt. Ich freue mich auch darauf, mehr Verantwortung zu übernehmen und die Schule weiter mitzugestalten.“








