Bad Wurzach – Schwester Klara-Maria ist eine Salvatorianerin, die vor fast 40 Jahren dem Orden beigetreten ist. Sie lebt und arbeitet seit 2022 wieder in Bad Wurzach, nachdem sie schon einmal in den Jahren 2010 bis 2012 hier tätig war. Vor kurzem hat nun die gelernte Pflegefachkraft die Leitung der ambulanten Hospiz-Gruppe Bad Wurzach übernommen.
Schwester Klara Maria stammt aus dem Wallfahrtsort Maria Steinbach, dem Ort, an dem Pater Hubert Veeser jetzt seelsorgerisch tätig ist. Hier schließt sich ein Kreis, denn Pater Hubert und Schwester Klara Maria waren beide in Bad Wurzach tätig, als sie 2012 von ihrer jeweiligen Ordenskongregation gleichzeitig in höhere Ämter berufen wurden und sich neuen Herausforderungen stellen mussten. Schwester Klara Maria wurde zur Provinzoberen nach Kerpen bei Köln berufen, Pater Hubert zum Provinzial der Salvatorianer nach München.
Dass Schwester Klara Maria in Sachen Hospiz bewandert ist, zeigt die Tatsache, dass sie bereits in ihrer ersten Bad Wurzacher Zeit die Leitung des neu errichteten Hospizes in Biberach innehatte.
Nach ihrer Rückkehr nach Bad Wurzach im Jahre 2022 arbeitete sie ein Jahr im Haus St. Hedwig. Aktuell arbeitet sie „hauptberuflich“ als Pflegefachkraft bei der Sozialstation Gute Beth.
Die von Stefanie Lacher im Jahre 1997 gegründete ambulante Hospizgruppe Bad Wurzach unterstützt ehrenamtlich Menschen, die ihre letzte Lebenszeit in der gewohnten Umgebung verbringen wollen oder bietet denjenigen Entlastung und Unterstützung, die eine solche betreuen.
Die Gruppe, die aktuell aus rund zehn Personen besteht und sich über Verstärkung freuen würde, bietet schwerkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen Begleitung in diesen schwersten Stunden. Sie bietet sich ihnen zum Zuhören, zum Gespräch oder einfach zum Da-sein an. Sie bietet Angehörigen und Freunden Unterstützung beim Abschied und in der Trauer, ermutigen aber auch Menschen, sich mit dem eigenen Sterben auseinanderzusetzen. Gerne beraten Schwester Klara Maria und ihre Kolleginnen, wie und in welcher Weise sie die Schwerkranken und ihre Angehörigen unterstützen können. Allerdings stellen sie auch klar, dass die Mitglieder der Hospizgruppe keine Pflegekräfte und Hauswirtschaftshilfen ersetzen können.
„Sternenkinder“
Ein weiteres Betätigungsfeld der Hospizgruppe, die sich im vergangenen Jahr dem Verein Miteinander-Füreinander angeschlossen hat, in dem u.a. auch die Nachbarschaftshilfe organisiert ist, ist die Begleitung von Eltern, die während der Schwangerschaft ein Kind verloren haben. Die Gruppe unterstützt und ermutigt sie dabei, sich bewusst von dem stillgeborenen Kind zu verabschieden.
An der im Jahre 2009 auf dem städtischen Friedhof Bad Wurzach eingeweihten Gedenkstätte für diese „Sternenkinder“ bietet sich dazu die Gelegenheit. Die Hospizgruppe veranstaltet dort alljährlich um den Welthospiztag am 10. Oktober eine Gedenkfeier (Bericht folgt). Um darauf und auf ihre anderen Aktivitäten hinzuweisen, hatten die Mitglieder der Hospizgruppe auf dem Wochenmarkt am letzten Donnerstag einen Informationsstand, an dem sie Interessierten ihren Flyer überreichten und die Hospizlichter verteilten. Dort entstand das Foto von Schwester Klara Maria und Angela Rölle.
Spendenkonto
Wer die Arbeit der – wie schon gesagt – ehrenamtlich tätigen Hospizgruppe unterstützen möchte, kann dies in Form von Spenden tun. Unter „Spende für die ambulante Hospizgruppe Bad Wurzach“ auf das Spendenkonto bei der Volksbank Biberach eG IBAN: DE51 6309 0100 01457700 01.
Informtionen
Informationen und Kontakt gibt es: Ambulante Hospizgruppe Bad Wurzach, Marktstraße 21/2, 88410 Bad Wurzach, Tel. 0151 112444 78; e-mail: kontakt@hospizgruppe-badwurzach.de








