Bad Wurzach – „Natürlich.handgemacht“ – dieses Motto verdeutlichte am besten der erstmals von Magdalena Scholze organisierte Künstlerinnenmarkt in der Marktstraße, aber auch der von den Damen der Bad Wurzach-Info (BWI) auf dem Klosterplatz organisierte Handwerkermarkt. Auch die am 11. Oktober dort gespielte Musik war handgemacht und kam nicht aus der Konserve. Dazu kamen dann auch noch die geöffneten Geschäfte, so dass es auf den Straßen der Stadt wieder nur so vor Menschen wimmelte.

Der wohl älteste Besucher: Rupert Veser, 96 Jahre.
In der Biberacher Straße sorgte V&S Sport mit seinem Räumungsverkauf – Sybille Schleweck und ihr Mann Reiner schließen nach der anstehenden Herbst-/Winter-Saison ihr Sportfachgeschäft nach 40 Jahren – dass auch außerhalb der Innenstadt einiges los war.
Immer etwas geboten ist bei „Optik Blickfang“ in der Herrenstraße.
Im Trauringstudio neben dem Optikgeschäft wurde um 12.00 Uhr bei einer kleinen Vernissage die Ausstellung mit anthrposophischen Kunstwerken von Miriam Harant eröffnet. Die Bad Wurzacherin zeigte Werke, die während ihres Kunststudiums an einer Kunstakademie bei Basel entstanden sind.
Direkt daneben lockten die Landfrauen der Region Bad Wurzach mit Kaffee und leckeren Kuchen Gäste an.
Auf der anderen Seite zeigte das Ladengeschäft der Gärtnerei Grad mit Blick auf das bald stattfindende Allerheiligen-Fest erste Grabgestecke.

Volks Baumarkt feierte zehnjähriges Bestehen. Unser Bild zeigt Richard Volk mit Familie. Die Familie Volk führt das Haushaltswaren- und Heimwerker-Fachgeschäft fort, das die Familie Hohl jahrzehntelang in der Herrenstraße betrieben hatte.
In der Markstraße zwischen Modehaus Michelberger und der Osteria, deren Inhaber an diesem Tag auch ihr Feinkostgeschäft in der Spitalkapelle öffneten, zeigte an diesem Tag auch das Bad Wurzacher „Autohaus am Ried“ seine aktuelle Modellpalette.
15 Frauen zeigten unter dem Motto Handmade im weiteren Verlauf der Marktstraße in ihrem Kreativmarkt ihre kreativen Werke aus dem Bereich Kunst, Kunsthandwerk, Design und „Handmade“. „Wir schaffen einen Ort, an dem kreative Frauen sichtbar werden, ihre Produkte präsentieren, sich vernetzen und ihr Business weiterentwickeln können“, betonten die Macherinnen Magdalena Scholze, Edeltraut Mayer und Noemie von Conny Zach. Ebenfalls dabei war die in den Räumen der Freien Christengemeinde beheimatete Agape-Schule, die sich auf dem Markt einer größeren Öffentlichkeit vorstellte.
Essen und Trinken
Das internationale Flair der Veranstaltung unterstrich auch das Popielow-Komitee des Partnerschaftsvereins, das mit polnischen Spezialitäten den Gaumen der Bauernmarktbesucher auf dem Klosterplatz umschmeichelte.
Und damit das Angebot an lukullischen Genüssen aus heimischer Produktion wie Kässpätzle und Dinnete ergänzte.
Daneben lockten verschiedenen Footwagen mit ihren Angeboten.
Auch Kurhotel und Gesundresort FeelMoor präsentierte sich.
Jeannine Lack und Christine Häge von der Bad Wurzach-Info (BWI), die den Bauern- und Handwerkermarkt auf dem Klosterplatz organisiert hatten, freuten sich, dass es gelungen war, neben den arrivierten Anbietern wie Metzgerei Seif oder Olli´s Käseallerleyh in diesem Jahr mit dem Biogemüse-Bauern Lorenz Lachermeier auch die renommierte Schäfereigenossenschaft Finkhof eG zu engagieren.
Musik
Die Musik war handgemacht: Zunächst sorgte das Vorstufenorchester der Jugendmusikschule unter Eva Maria Oberleiter für Gedränge vor dem Eingang zur BWI, danach spielte dann die Jugendkapelle vor großem Publikum. Den Nachmittag musikalisch beschloss danach das Acoustic-Duo Delta30, das aus Vater und Sohn, die altersmäßig exakt 30 Jahre auseinanderliegen, besteht.
Bücher und Spiele
Für geistigen Input sorgte die Ausstellung Moor Extrem und auch die Stadtbücherei mit einem großen Bücherflohmarkt mit vielen Schnäppchen.
Auch die städtische Jugendarbeit war im Gebäude von Maria Rosengarten präsent: Sie bot Spiele, ein Quiz und das obligatorische Dosenwerfen für Kinder und Jugendliche an.
Flohmarkt
Im Bereich Bürgerstraße, Viehmarkt, Schmale Gasse und Spitalweg waren schon ab dem frühen Morgen beim Flohmarkt die Schnäppchenjäger unterwegs.
„Für die ganze Familie“
Damit sollte Klaus Michelberger vom Vorstand des HGV recht behalten, der im Vorfeld angekündigt hatte: „Es wird für die ganze Familie etwas geboten sein.“
Text und Fotos: Uli Gresser
Viele Bilder in der Galerie

























































































