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Festgottesdienst um 9.30 Uhr mit Dekan Kurt Susak

Zum Blutreiter-Jubiläum in Unterschwarzach kommt Innenminister Hagel

veröffentlicht am: 22.10.2026
Autor: Gerhard Reischmann
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Unterschwarzach (rei) – Der Blutreiterverein Unterschwarzach feiert an diesem Sonntag, 25. Oktober, sein 75-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsfest beginnt um 9.00 Uhr mit einer Fahnenprozession von der Grundschule zur Kirche. Die Festmesse in der St. Gallus-Kirche in Unterschwarzach beginnt um 9.30 Uhr. Es zelebriert der aus Unterschwarzach stammende, in der Schweiz wirkende Dekan Kurt Benedikt Susak. Zum Fest hat sich hoher Besuch aus Stuttgart angesagt: Innenminister Manuel Hagel kommt und wird ein Grußwort sprechen. Auch Bürgermeister Florian Schiller wird eine Ansprache halten.

Nach dem Festgottesdienst ist Frühschoppen, Mittagstisch, Kaffee und Kuchen in der Festhalle Unterschwarzach. Die Musikkapelle Unterschwarzach wird den Tag musikalisch gestalten.

Der aus Ehingen stammende Manuel Hagel (Archivbild: Uli Gresser) ist selber Blutreiter und ist schon als kleiner Bub in Bad Wurzach und Weingarten dabei gewesen. In Weingarten ist er 2025, in Bad Wurzach 2024 selbst mitgeritten. Nach Unterschwarzach kommt der Minister auf Bitten von Dekan Susak. Die beide kennen sich gut: Kurt Benedikt Susak hatte vor zwei Jahren eine Rom-Reise der CDU-Fraktion mit Papstbegegnung begleitet.

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Begegnung mit Papst Franziskus am 6. November 2024. Unser Bild zeigt Dekan Kurt Benedikt Susak mit Vertretern der CDU-Fraktion vor dem Petersdom. Im Zentrum der Personengruppe hinter Susak steht der damalige Fraktionschef Manuel Hagel (rechts neben ihm der damalige Landesinnenminister Thomas Strobl). DBSZ-Archivbild (2024; © Susak)

Kurt Susaks Bekenntnis zum Blutritt

Kurt Susak, in Adelshofen aufgewachsen, liebt den Blutritt von Kindesbeinen an. „Für mich ist der Blutritt eine Herzensangelegenheit. Schon als Kind haben mich unsere damaligen Pfarrer Alois Högerle und Paul Bantle, beide begeisterte Blutreiter, beeindruckt. Seit 2011 darf ich selbst in meiner Heimatgemeinde mitreiten. Was mich damals als Ministrant fasziniert hat, erfüllt mich heute als Priester mit tiefer Dankbarkeit: die Gemeinschaft, das ehrfurchtsvolle Gebet und das sichtbare Bekenntnis zu Jesus Christus in seinem Heiligen Blut.“

Der Blutritt sei „weit mehr als Folklore“. „Er ist Ausdruck einer lebendigen Glaubenskultur. Wenn wir Menschen und Pferde segnen, dann tun wir das nicht nur, um sie vor Schaden zu bewahren. Wir bringen damit unseren Dank an Gott zum Ausdruck – für die Tierwelt, die uns anvertraut ist, für die Schöpfung, die uns trägt, und für die Gemeinschaft, die uns im Glauben an den Dreieinigen Gott eint. Gerade in unruhigen Zeiten tragen wir damit die Bitte um Frieden, Bewahrung der Schöpfung und Segen für unsere Familien und unsere Heimat vor Gott.“

Der Dank des mit Unterschwarzach so fest verbundenen, in Davos wirkenden Priesters gilt „allen, die diese Tradition über 75 Jahre bewahrt und weitergegeben haben. Sie halten nicht einfach einen Brauch lebendig, sondern schenken unserem Glauben ein Gesicht und unserer oberschwäbischen Heimat ein Stück Seele.“

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