Stuttgart / Bad Wurzach – Die Freien Wähler Bad Wurzach haben sich am 14. Oktober beim EnBW Kommunalen Energietag in Stuttgart über die Zukunft der regionalen Energieversorgung informiert. Die Gemeinderäte Manfred Braun, Karl-Heinz Buschle und BernhardSchad nutzten die Fachmesse, um praxisnahe Konzepte für die lokale Energie- und Wärmewende in ihrer Heimatstadt zu prüfen. Im Fokus der Messe standen innovative Lösungen für den Ausbau von Photovoltaik und Windkraft, die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung sowie die Digitalisierung lokaler Stromnetze. Hier der Bericht von Seiten der Freien Wähler Bad Wurzach:
Für große Aufmerksamkeit sorgten die Grundsatzreden von Cem Özdemir und Manuel Hagel, die den aktuellen politischen Rahmen für die kommunale Energiewende absteckten:

Cem Özdemir (Bild) betonte in seiner Ansprache, dass der Erfolg der Energiewende maßgeblich auf kommunaler Ebene entschieden werde. Er forderte ein maximales Tempo sowie einen radikalen Bürokratieabbau bei den Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien. Kommunen müssten handlungsfähiger werden, um bürokratische Hürden schneller zu überwinden und Projekte wie Freiflächen-Photovoltaik oder Bürgerwindparks zügig zu realisieren. Nur durch vereinfachte Prozesse lasse sich die Akzeptanz vor Ort sichern und der Klimaschutz wirtschaftlich gestalten.

Manuel Hagel (Bild) legte den Schwerpunkt auf die Sicherheit und Resilienz der Infrastruktur. Er unterstrich, dass der massive Umbau der Netze zwingend mit einem verbesserten Schutz gegen moderne Bedrohungen einhergehen müsse. Neben der Absicherung gegen Extremwetterereignisse forderte er robuste Schutzmaßnahmen gegen Sabotage und Cyberangriffe auf die kritische Infrastruktur (KRITIS). Eine verlässliche und sichere Strom- und Wärmeversorgung sei das Fundament für das Vertrauen der Bürger und die Stabilität der Wirtschaft.

In Stuttgart mit auf dem Podium war auch Stefanie Bürkle. Die Landrätin des Landkreises Sigmaringen ist die Verbandsvorsitzende des Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW). In dieser Eigenschaft und als Landrätin ist sie zudem Mitglied im Aufsichtsrat der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.
Die gewonnenen Impulse und geknüpften Kontakte der Messe wollen die Bad Wurzacher Vertreter nun in die anstehenden kommunalen Debatten einbringen. Weitere Informationen zum Angebot und den Konzepten für Städte und Gemeinden finden Sie direkt bei der EnBW.
Text: Bernhard Schad / Fotos: Manfred Braun (3)








