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    Leserbrief

    Windräder – Eine Chance, nicht eine Gefahr  

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    veröffentlicht am: 28.01.2025
    Autor: Ulrich Kazmaier
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Zum Leserbrief „Der Haistergau wird verschandelt“ (DBSZ vom 23. Januar)

    Herr Mall behauptet in seinem Leserbrief, dass Windräder unsere Landschaft verschandeln und die Gesundheit gefährden. Ich möchte hier ein paar Argumente anführen, die zeigen, warum diese Kritik nicht gerechtfertigt ist.  

    1. Gesundheitliche Aspekte: Die Sorge, dass Windräder die Gesundheit gefährden, ist unbegründet. Schauen wir nach Norddeutschland: Dort gibt es zahlreiche Windparks, und die Menschen leben gesund und zufrieden. Warum sollte das bei uns anders sein?  
    2. Tourismus bleibt unberührt: Der Tourismus wird durch die geplanten Windräder im Haistergau nicht beeinträchtigt. Das Gebiet, in dem die Windräder aufgestellt werden sollen ist kein touristischer Anziehungspunkt. Außerdem bleibt die faszinierende Natur des Wurzacher Moors davon unberührt und auf den Wegen im Moorwald wird man diese Windräder weder hören noch sehen.  
    3. Sanfter Anblick großer Windräder: Moderne große Windräder drehen sich langsamer als kleine und wirken dadurch ruhiger und harmonischer. Viele Menschen empfinden sie als ästhetisch.  
    4. Klarheit bei der Energiefrage: Wir stehen vor der Wahl: Wollen wir die unsichtbaren Abfallstoffe von Atomkraftwerken in Kauf nehmen, die uns und unsere Umwelt über Jahrtausende gefährden? Oder setzen wir auf Windräder, die sichtbar sind? Unser Strom kommt eben nicht einfach aus der Steckdose, er muss irgendwo erzeugt werden.   
    5. Unabhängigkeit schaffen: Der Ausbau von Windkraft ist ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit von Energieimporten, insbesondere aus Russland oder USA. Das sollte gerade oberste Priorität haben.  
    6. Flexibilität und Rückbau: Windenergie ist energetisch effizient, eine Anlage erzeugt bereits nach 7 bis 12 Monaten so viel Energie, wie für Bau, Betrieb und Rückbau benötigt wird. Nach 20 Jahren können die Windräder ohne Rückstände wieder abgebaut werden, falls bis dahin alternative Energiequellen verfügbar sind. Windkraft ist also kein dauerhaftes Objekt in der Landschaft.  
    7. Rücklagen für den Rückbau: Anders als bei anderen Bauprojekten, wie zum Beispiel dem Turmbau in Bad Wurzach, müssen bei Windkraftanlagen Rücklagen für den späteren Rückbau gebildet werden.   
    8. Windräder sind ein Symbol für Zukunft: Windräder sind mehr als nur Energieerzeuger – sie sind ein Symbol für Fortschritt und den Willen, Deutschland nachhaltig zu gestalten und unabhängig zu werden. Ich wünsche uns, dass wir hier im windreichen Oberschwaben diese Energieerzeugung positiv sehen und stolz darauf sind. Wir in Oberschwaben und auch Haistergau tragen einen Teil für Deutschlands Unabhängigkeit bei!  

    Freuen wir uns, wenn sich die Windräder drehen – denn der Wind macht uns unabhängig und schickt uns keine Rechnung! 
    Ulrich Kazmaier, Bad Wurzach (Vorstand Energiebündnis Bad Wurzach / Bad Waldsee)

    Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

    Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Äußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen
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    Ulrich Kazmaier
    veröffentlicht am
    28.01.2025
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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