Zum Hauptinhalt springen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
    Über 8.500 Besucher

    Stadtgeschichtliche Ausstellung geht erfolgreich zu Ende

    veröffentlicht am: 21.10.2026
    Autor: Christoph Liebmann, Stadt Bad Waldsee
    Lesedauer: ca. 4 Minuten

    Bad Waldsee – Die stadtgeschichtliche Ausstellung im Kornhaus, die dort aus Anlass des Jubiläumsjahres 2026 gezeigt wurde, ist seit dem vergangenen Sonntag (18.10.) selbst ein Teil der Stadtgeschichte. Mit dem letzten der beliebten Proseccoabende schloss die Ausstellung, die seit dem 29. März von über 8.500 Gästen besucht worden war, ihre Pforten. Ein ganz besonderer Beitrag zum Jubiläumsjahr 2026 findet damit seinen glanzvollen Abschluss.

    Oberbürgermeister Matthias Henne und Bürgermeisterin Monika Ludy sowie die Ausstellungsmacher Michael Tassilo Wild und Christoph Liebmann zeigen sich hoch erfreut über das große Interesse, das die Ausstellung bei vielen Waldseern, aber auch Rehagästen und Tagestouristen, geweckt hat. Besonders die gelungene Gestaltung sowie wahre Schätze aus dem Stadtarchiv, die so in der Regel nicht zu sehen sind, zogen viele Besucher in ihren Bann.

    Zur großen Akzeptanz haben auch die erweiterten Publikumszeiten mit sechs Öffnungstagen in der Woche beigetragen. Dies war nur möglich durch den tatkräftigen und engagierten Einsatz der über 100 ehrenamtlichen Aufsichten und Helfer aus den Reihen des Museums- und Heimatvereins, wie Bürgermeisterin Monika Ludy, die zugleich 1. Vorsitzende des Vereins ist, bei ihren abschließenden Dankesworten am Sonntagabend hervorhob.

    Vielfältiges Rahmenprogramm und internationale Gäste

    Auch über 50 Führungen sowie die insgesamt acht Proseccoabende trugen zur Belebung des Kornhauses und der Attraktivität der Ausstellung bei. Nicht eingerechnet in diese Zahl sind die rund 20 Führungen für Schulklassen, deren Lehrkräfte sich die ganz besondere Möglichkeit, den Kindern Heimatgeschichte zu vermitteln, nicht entgehen ließen. Weitere Aktionen für die Zielgruppe der ganz jungen Generation waren die Teilnahme an der Kinderrallye beim Altstadt- und Seenachtfest sowie die Möglichkeit, im Rahmen des Kinderferienprogramms einen Beitrag für die Zeitkapsel in das Jahr 2126 zu gestalten.

    Zur genannten Zahl der Führungen kamen außerdem noch einige in französischer Sprache für Besucher aus Bâgé hinzu, die während der Laufzeit der Ausstellung zu drei verschiedenen Anlässen in der Stadt waren.

    Nicht wenige der über 8.500 Gäste waren öfters in der Ausstellung zu sehen, die immer wieder neue, noch unentdeckte Details der reichhaltigen Stadtgeschichte preisgab. So dürften etwa die Stadtrechtsammlung aus dem Jahr 1350, die Planungen zum Bau des Bahnhofs auf der Bleiche oder die Zeitzeugenberichte zum Ende des Zweiten Weltkriegs auch vielen Einheimischen nicht bekannt gewesen sein.

    Publikumsmagneten und dauerhafte Highlights

    Als ganz besondere Publikumsmagneten erwiesen sich zwei Bestandteile der Ausstellung, die vom Museums- und Heimatverein Bad Waldsee beigesteuert wurden: das neue, mit 3-D-Drucktechnik erstellte Stadtmodell sowie die beliebte Videostation mit interessanten Beiträgen zur Stadtgeschichte im 1. Obergeschoss. Diese beiden Highlights wurden mit Unterstützung aus dem LEADER-Programm der Europäischen Union und dank der Hilfe verschiedener Sponsoren realisiert und bleiben auch nach dem Ende der Ausstellung dauerhaft im Kornhaus erhalten.

    Foto: Christoph Liebmann

    Weitere Stationen, die oftmals als sehr ansprechend und gelungen bezeichnet wurden, waren die Wand mit den Porträts der rund 300 Waldseer Soldaten des Ersten Weltkriegs, die Darstellung des Aufschwungs nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere die Entwicklung Waldsees zur modernen Kurstadt, sowie die Zeit des Wirtschaftswunders mit dem Original Eriba Puck aus dem Jahr 1963, der viele neugierige Blicke auf sich zog und schöne Erinnerungen weckte. Nach wie weckt auch die dunkle Zeit des Nationalsozialismus die Neugierde vieler Geschichtsinteressierten – umso wichtiger war es, darüber zu informieren, dass auch in Waldsee diese unheilvolle Weltanschauung ihre Anhänger und leider auch ihre Opfer fand.

    Virtuelle Tour und Katalog in Vorbereitung

    Damit die Ausstellung mit ihren Inhalten nach dem Abbau nicht verloren geht, wurde sie mit einem speziellen Verfahren über eine 360-Grad-Kamera abfotografiert und dokumentiert. Nach letzten technischen Arbeiten wird die virtuelle Tour durch die Ausstellung bald auf der Internetseite des Museums- und Heimatvereins zu sehen sein. Zudem soll es eine Dokumentation der Ausstellung in der Art eines Katalogs mit zusätzlichen Informationen zu den einzelnen der insgesamt 28 Stationen geben.

    ANZEIGE
    Christoph Liebmann, Stadt Bad Waldsee
    veröffentlicht am
    21.10.2026
    Lesedauer: ca. 4 Minuten
    Beitrag teilen
    ANZEIGE
    ANZEIGE
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    Neueste Beiträge
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    Diese Anzeige kann aufgrund Ihrer Netzwerkeinstellungen nicht angezeigt werden.