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Bad Waldsee – Oberbürgermeister Matthias Henne begrüßte den neuen Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Ravensburg, Renato Gigliotti, zu einem Kennenlernen und einem Gespräch über aktuelle Sicherheitsthemen. Mit dabei waren Rüdiger Ochs vom Polizeirevier Weingarten und Andreas Korn, Leiter des Polizeipostens Bad Waldsee. Neben der allgemeinen Sicherheitslage ging es auch um die Beschwerden aus der Bevölkerung über rücksichtslose Mopedfahrer und die Lärmbelästigung durch laute und teilweise getunte Fahrzeuge. Stadt und Polizei nehmen diese Anliegen ernst und haben bereits Maßnahmen ergriffen.
In den vergangenen Monaten und bereits im Vorjahr hatten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger über die Situation beschwert. Während eine Gruppe von Mopedfahrern durch teilweise überhöhte Geschwindigkeiten und gefährliche Fahrmanöver auffiel, verursachten im Sommer laute Fahrzeuge im Stadtgebiet sowie im Gewerbegebiet Wasserstall erhebliche Lärmbelästigungen, die Anwohner teilweise um ihre Nachtruhe brachten.
Auch das Verhalten einzelner Rollerfahrer, etwa Fahrten ohne Licht bei Dunkelheit, führte zu gefährlichen Situationen und einem sinkenden Sicherheitsgefühl. Die Problematik wurde wiederholt im Gemeinderat thematisiert. In sozialen Medien entstand zugleich der Eindruck, Stadt und Polizei würden nicht ausreichend handeln.
„Die Sorgen und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger nehmen wir sehr ernst. Deshalb ist es uns wichtig, gemeinsam mit der Polizei nach wirksamen Lösungen zu suchen und die Situation nachhaltig zu verbessern. Dabei bringen wir uns als Stadt mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aktiv ein und setzen auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, betont Oberbürgermeister Matthias Henne, der hierzu in engem Austausch mit Andreas Korn, Leiter des Polizeipostens Bad Waldsee, steht.
Dass bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt wurden, zeigt sich unter anderem an mehreren Rollern, die von der Polizei sichergestellt beziehungsweise beschlagnahmt wurden. Auf Grundlage polizeilicher Erkenntnisse sprach die Stadt zudem gegenüber mehreren Personen Aufenthaltsverbote für bestimmte Brennpunkte aus. Im Gewerbegebiet Wasserstall wird außerdem die Straßenbeleuchtung bereits frühzeitig abgeschaltet, um dem Aufenthalt von jugendlichen Gruppen mit ihren Zweirädern und Autos entgegenzuwirken. Der Gemeindevollzugsdienst ist durch zusätzliche Kontrollen im Stadtgebiet stärker präsent.
Ein wesentlicher Teil der Arbeit findet außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung statt. Ermittlungen, Beweissicherung und die Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen benötigen Zeit. Zudem können nicht alle Maßnahmen öffentlich erläutert werden. Dass nicht alles unmittelbar sichtbar ist, bedeutet daher nicht, dass nichts unternommen wird.
„Eine sehr sichere Stadt“
Beim gemeinsamen Gespräch wurde auch die allgemeine Sicherheitslage in Bad Waldsee thematisiert. Renato Gigliotti zeigte sich von der Stadt sehr angetan. Die Kriminalität in Bad Waldsee liegt, verglichen mit anderen Städten dieser Größe, insgesamt auf einem niedrigen Niveau. „Wir haben eine sehr sichere Stadt. Dennoch gibt es auch bei uns Menschen, die sich nicht an die Regeln halten und damit das Sicherheitsgefühl anderer beeinträchtigen“, betonte Oberbürgermeister Matthias Henne. Umso wichtiger sei es, konkrete Probleme ernst zu nehmen, konsequent zu handeln und gemeinsam mit der Polizei Lösungen zu finden.
Stadt und Polizei vereinbarten, ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen und im Frühjahr gemeinsame, größer angelegte Aktionen durchzuführen. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu stärken, unzumutbare Lärmbelästigungen einzudämmen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung weiter zu verbessern. Damit setzen beide Seiten auf ein abgestimmtes Vorgehen, um den geschilderten Problemen konsequent entgegenzuwirken und die Situation in Bad Waldsee nachhaltig zu verbessern.
Brigitte Göppel





























