Jugendliche brachten Ideen für die Zukunft ihrer Stadt ein


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Bad Waldsee – Wie soll Bad Waldsee in Zukunft aussehen? Welche Orte sind Jugendlichen wichtig und was braucht es, damit sich junge Menschen auch in vielen Jahren noch gerne in ihrer Stadt aufhalten? Diesen Fragen widmete sich am Mittwoch, 23. September, das Format „HenneHörtHin Ü14 #Landesgartenschau-Bewerbung“. Oberbürgermeister Matthias Henne hatte Jugendliche ab 14 Jahren eingeladen, ihre Ideen und Wünsche einzubringen.
Die Veranstaltung war Teil des laufenden Beteiligungsprozesses zur Bewerbung der Stadt um eine Landesgartenschau. Denn die möglichen Entwicklungen reichen weit über das eigentliche Veranstaltungsjahr hinaus. Nach derzeitiger Planung soll die Bewerbung im Frühjahr 2027 beim Land Baden-Württemberg eingereicht werden. Zuvor soll der Gemeinderat im November über die Einreichung entscheiden.
„Eine Landesgartenschau ist ein Projekt, das weit in die Zukunft reicht. Deshalb ist es wichtig, gerade diejenigen zu fragen, die diese Zukunft noch viele Jahrzehnte erleben werden“, sagte Oberbürgermeister Matthias Henne. Gemeinderat, Bürgerschaft, Vereine und Ortschaften seien bereits in den Prozess einbezogen worden. Nun gehe es darum, auch die Sichtweise der Jugendlichen aufzunehmen.
Ideen dort sammeln, wo Jugendliche unterwegs sind
Zum Auftakt traf sich die Gruppe am Skaterplatz. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Matthias Henne, Tina Mühleck vom Planungsbüro PLANSTATT SENNER und der Leiterin des Jugendhauses Prisma, Alexandra Weidmann, informierten sich die Jugendlichen zunächst über die Bewerbung und die bisherigen Überlegungen.
Dass es für junge Menschen nicht einfach ist, sich eine Entwicklung in zehn oder 15 Jahren vorzustellen, wurde dabei ebenfalls thematisiert. „Das ist eure Zukunft“, motivierte Oberbürgermeister Matthias Henne die Jugendlichen, sich mit ihren Ideen einzubringen.
Anschließend ging es ganz konkret um die Orte, an denen sich junge Menschen heute aufhalten. Themen waren unter anderem der Skaterplatz, die Chill-Area, Stege am Stadtsee, eine Sky-Bar und weitere Treffpunkte. Die Jugendlichen konnten benennen, was ihnen in Bad Waldsee fehlt, was verbessert werden könnte und welche Wünsche sie für die Zukunft haben.
Besonders großes Interesse zeigten sie an der Überlegung, das Jugendhaus im Zuge der weiteren Stadtentwicklung möglicherweise näher an den Skaterplatz zu rücken. Auch die Überlegungen zur künftigen Entwicklung rund um die Bleiche und eine mögliche neue Stadthalle wurden diskutiert. Dabei fiel auch der Wunsch: „Die Stadthalle gehört in die Stadt.“
Von der Bleiche bis zum Schlosssee
Anschließend ging es gemeinsam zur Stadthalle. Dort erläuterten Oberbürgermeister Matthias Henne und Tina Mühleck weitere Überlegungen zur künftigen Entwicklung der Stadt. Im Mittelpunkt standen unter anderem die mögliche Gestaltung der Bleiche als Park, die Bereiche rund um den Schlosssee sowie die Überlegung einer Parkgarage im Hang oberhalb des Jugendhauses.
Bei den Planungen geht es dabei nicht allein um die Landesgartenschau als zeitlich begrenzte Veranstaltung. Vielmehr sollen langfristige Entwicklungen und dauerhafte Anlagen im Mittelpunkt stehen. Zu den derzeit betrachteten Entwicklungsbereichen gehören unter anderem die Altstadt, der Bereich rund um den Stadtsee, Wasserschloss und Schlosssee, der Hangpark sowie die sogenannte „Neue Stadt“ im Bereich des Bahn- und BAG-Areals.
Ideenwände im Prisma bleiben offen
Den Abschluss fand der Nachmittag im Jugendhaus Prisma. Dort wurden die gesammelten Ideen noch einmal gemeinsam diskutiert und an Pinnwänden festgehalten.
Die Wände dürfen in den kommenden Tagen gerne noch weiter wachsen: Jugendliche können dort weitere Ideen, Wünsche und Anregungen ergänzen.
An dem Nachmittag kam eine kleine, engagierte Runde zusammen. Umso mehr freuen sich die Organisatoren, wenn die Pinnwände noch mit weiteren Gedanken gefüllt werden und sich auch Jugendliche beteiligen, die beim Termin nicht dabei sein konnten.
Die Ergebnisse fließen in den weiteren Prozess zur Bewerbung ein. Die Stadt möchte dabei unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen und die Anregungen aus den verschiedenen Beteiligungsformaten in die weiteren Überlegungen einbeziehen.
Text und Foto: Brigitte Göppel




































