Enorme Hilfsbereitschaft und ein Wiederaufbau, der noch nicht abgeschlossen ist




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Bad Waldsee-Reute – Als im November 2025 schwere Unwetter weite Teile Südostasiens heimsuchten und aus Indonesien die ersten erschütternden Bilder der Katastrophe bei den Schwestern im Kloster Reute ankamen, haben die Franziskanerinnen nicht gezögert und in kürzester Zeit eine Hilfsaktion für die Menschen in den betroffenen Regionen Indonesiens auf die Beine gestellt. Nach drei Monaten ziehen sie eine Bilanz und die kann sich sehen lassen: über 100.000 € an Spenden konnten gesammelt und an die Schwestern in Indonesien weitergegeben werden.
Rückblick: Die akute Notfallphase in den Katastrophengebieten von Tapanuli Tengah in Indonesien dauerte bis kurz vor Weihnachten an. Die langanhaltenden und ungewöhnlich starken Regenfälle hatten zu schweren Überflutungen und Erdrutschen geführt. Unzählige Menschen wurden obdachlos, viele verloren in den Fluten ihr Leben. Die Soforthilfe, in die auch die Franziskanerinnen in Sibolga, Pandan und anderen Orten Indonesiens eingebunden waren, zielte vor allem darauf ab, die Evakuierungen zu unterstützen und Notunterkünfte bereitzustellen. Die Schwestern beschafften und verteilten Hilfsgüter, versorgten Helfer und Bedürftige und sorgten für Trost und seelischen Beistand. Dies alles unter widrigen Bedingungen, denn auch die eigenen Einrichtungen waren stark betroffen. Im Kloster Reute koordinierte ein Krisenstab die Aktivitäten. Der Spendenaufruf wurde über die sozialen Medien, die Internetseite des Klosters und die Presse verbreitet. Schon kurz danach gingen die ersten Spenden ein.
Wiederaufbau und Hoffnung auf Normalität
Anfang Januar 2026 begann die Wiederaufbauphase, getragen von der lokalen Regierung, der Caritas Indonesien und der Diözese Sibolga. Viele der noch vorhandenen Häuser konnten bewohnbar gemacht und auch Teile der Infrastruktur wiederhergestellt werden. Dann machten erneute starke Regenfälle am 12. Februar binnen weniger Stunden das Erreichte wieder zunichte. Schlammmassen und Treibholz drangen in die Häuser ein und zerstörten, was gerade erst wiederaufgebaut wurde. Die Regierung sah sich dazu gezwungen, die Arbeiten am Wiederaufbau vorübergehend zu stoppen und erneut den Notstand auszurufen. Die Kräfte wurden für Rettung, Evakuierung und Versorgung der Betroffenen zusammengezogen.
Hilfsbereitschaft sprengt alle Erwartungen
Trotz dieser Rückschläge sind die Franziskanerinnen von Reute hoffnungsvoll. „Die Spendenbereitschaft der Menschen hat uns wirklich überwältigt“, sagt Sr. M. Evelyn Ziwilu. Sie stand von Beginn der Katastrophe an mit den Schwestern in Indonesien in Verbindung. Die Ungewissheit während der ersten Tage ohne Kontakt nach Indonesien zehrte sehr an den Nerven. Doch als die Verbindungen standen, konnte die Hilfe abgestimmt und koordiniert werden. Nach drei Monaten beträgt der Spendenstand rund 106.000 €. Das Geld wird für Hilfsgüter eingesetzt, insbesondere Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel, Medikamente und auch für die Versorgung der vielen freiwilligen Helfer. Sr. Evelyn koordiniert die Verteilung der Spenden von Reute aus. „Wir sind unendlich dankbar für so viel Hilfsbereitschaft und danken alle Spendern von ganzem Herzen“. Die Hilfe schenke Hoffnung und ganz konkrete Verbesserung im Leben der betroffenen Menschen, weiß Sr. Evelyn. Spenden sind auch weiterhin willkommen, Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Klosters Reute www.kloster-reute.de.
Spendenkonten:
Franziskanerinnen von Reute e.V.
Kreissparkasse Ravensburg
IBAN: DE43 6505 0110 0062 3247 17
BIC: SOLADES1RVB
Franziskanerinnen von Reute e.V.
Raiffeisenbank Reute-Gaisbeuren eG
IBAN: DE93 6006 9350 0023 2230 22
BIC: GENODES1RRG
































