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Bad Waldsee – Die BAG Allgäu-Oberschwaben ist den „normalen“ Komsumenten als Markt vertraut, wo man sich gerne mit Getränken, Lebensmitteln, Garten- und Heimtierbedarf und Kraftstoff eindeckt. Tatsächlich aber handelt es sich um ein beachtliches, im Agrarbereich verwurzeltes Unternehmen mit Standorten im gesamten oberschwäbischen Raum. Das Unternehmen bedient fünf Geschäftsfelder, nämlich Agrar, Energie / Wärme / Kraftstoffe, Bau (-stoffe), Markt und Technik. Gegründet wurde die BAG – Bezugs- und Absatzgenossenschaft – vor mehr als hundert Jahren nach den Ideen von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch in Form einer genossenschaftlichen Selbsthilfeorganisation der Landwirtschaft und so versteht sich das Unternehmen bis heute. Das Kerngeschäft blieb die Komplettbedienung der oberschwäbischen Landwirtschaft. Landwirtschaftliche Betriebe finden hier ein modernes und vollständiges Sortiment. Wie heute üblich, bietet auch die BAG Marketingmaßnahmen, um im öffentlichen Bewusstsein präsent zu sein. Mit ihrem alljährlichen Maisfeldfest erreicht sie nicht nur das Fachpublikum, sondern auch die breite Öffentlichkeit bis hin zu Familien mit Kindern.
Das Programm des jüngsten Maisfeldfests in Enzisreute bot Sortenvorstellung, Frühschoppen mit Musik, Nostalgiehäckseln mit Schlepper-Shuttle zum Demo-Maisfeld des Autohauses Fenker und schließlich Sortenbeprobung am Hof Maucher in Gaisbeuren. Bei strahlendem Spätsommerwetter waren gleich zu Beginn fast alle Parkmöglichkeiten belegt. Wohl auch deshalb besuchten nicht Wenige das Fest mit dem Fahrrad. Bestens gesorgt war für das leibliche Wohl mit Deftigem, Getränken und mit leckeren Kuchen. Für die vielen Kinder gab’s ein Spielmobil mit Hüpfburg, einen riesigen Sandkasten und die Möglichkeit zum Geschminktwerden. Obendrein waren nicht nur respektable Schlepper zugegen, sondern auch sehr zahlreich Minischlepper ganz nach dem Geschmack der vielen Kinder.
Franz Spehn steuerte Gapps „Mannschaftstransportwagen“

Franz Spehn am Steuer seines Lanz-Traktors.
In einiger Entfernung standen Schlepper aus den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern bereit. Sie lockten zahlreich Neugierige an. Die Entfernung zwischen eigentlichem Festgelände und Demofeld mit Schleppern war so groß, dass eben auch ein Schlepper-Shuttle hermusste. Den Shuttledienst leistete Franz Spehn, ehemaliger Ortsvorsteher und „Rad“-Wirt in Mittelurbach, in vorbildlicher Weise. Ein HELA-Schlepper mit Passagieranhänger war der kostenlose Omnibus. Sicherlich erkannten darin viele Besucher den eigentlichen Besitzer dieses Nostalgie-Busses. Er gehört nämlich dem Vorsitzenden der Stadtkapelle und beliebten Trompeter Franz Gapp! Nicht nur die Besucher sondern auch der „Chauffeur“ hatten offensichtlich viel Spaß an der intensiven Nutzung des „Oldtimer-Busses“!

Der Transporter von Franz Gapp (auf der Basis eines Wolfangel-Hängers).
Das Nostalgie-Häckseln

Zum Höhepunkt des Maisfeldfests, nämlich zum Nostalgie-Häckseln (Bild), kamen die Besucher in Scharen, gibt es doch nichts Schöneres, als dabei sein zu dürfen, wenn sich die Oldtimer vom HELA zu Hanomag, John Deere, Porsche-Diesel, International Harvester und Deutz mal wieder so richtig austoben dürfen? Eindrucksvoll war es, die Traktoren mit Häckslern zu beobachten und die parallel fahrenden Traktoren mit Anhängern, die den gehäckselten Mais aufnahmen. Die Kunst dabei besteht darin, dass beide Geräte stets im richtigen Abstand und im gleichen Tempo zu fahren haben, damit der volle Ertrag gesichert bleibt. Noch spannender ist es, wenn die Häckslermaschine die ganze Reihe im Rückwärtsgang dieses hochkonzentrierte Parallelfahren absolvieren muss.

Dem Berichterstatter imponierte ein Schlepper der Marke Deutz, der mit einem Vierreiher-Häcksler (Bild) ganze vier Maisreihen gleichzeitig aberntete. Den gehäckselten Mais brachten die Anhängerfahrer zum Wiegen, zur Ertrags- und Qualitätsprüfung zum Hof Maucher.
Nach getaner Arbeit ging’s zurück zum Fest am und im Autohaus Fenker, wo die „Nachwuchsfahrer“ wie ihre großen Vorbilder mit ihren Minitraktoren immer noch tolle Manöver übten, während die Eltern sich am gut sortierten Nahrungsangebot „austobten“. Zweifelsohne fanden alle Gäste auf diesem Fest der BAG, was sie sich erhofft haben. Die hier anhängende Bildergalerie möge anschaulich berichten, was das Maisfeldfest zu bieten hatte.
Text und Fotos: Peter Lutz
Weitere Bilder vom BAG-Maisfeldfest nachstehend in unserer Bilder-Galerie













































