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Umgang mit Ängsten

Beate Weingardt sprach bei der Organisierten Nachbarschaftshilfe

Foto: Rudi Heilig
veröffentlicht am: 10.10.2026
Autor: Rudi Heilig
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bad Waldsee – Angst ist gut – Vertrauen ist besser, dieses erfuhren 125 Besucherinnen und Besucher bei einem zweistündigen Referat von Beate Weingardt im Katholischen Gemeindehaus. Die promovierte Theologin und Psychologin – keine Unbekannte in Bad Waldsee – kam aus Tübingen auf Einladung der Organisierten Nachbarschaftshilfe Bad Waldsee mit ihrer Einsatzleiterin Tanja Drewniok. Zusammen mit Gabriele Horn-Merz von der Fachstelle Organisierte Nachbarschaftshilfe der Caritas Bodensee-Oberschwaben wurde diese Veranstaltung vorbereitet. Neben den Ehrenamtlichen aus Bad Waldsee konnten auch Personen aus Kisslegg, Weingarten, Bad Wurzach, Aulendorf, Ravensburg und Wolfegg begrüßt werden. Ein herzliches Willkommen galt auch vielen Vertretern der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee.

„Die Angst ist ein unentbehrliches Alarmsystem der Seele“, mit diesem Satz begann die frühere Pfarrerin ihr Referat. „Wir alle haben doch Angst vor Naturereignissen, wie Hagel, Sturm und Blitzschlag“. So folgerte sie: „Angst zeigt oft die Rückseite unserer Bedürfnisse auf“. Diese Erkenntnis nutzen die Medien, sie überfluten uns täglich mit Angeboten und wollen damit aufzeigen, was wir alle dringend benötigen, um gut und gesund überleben zu können. So kommen auch Hamsterkäufe zustande. Kaum ein Gefühl lasse sich bei uns so leicht wecken wie die Angst. „Viele Menschen haben auch Angst, im Leben und vor allem auch beim Erbe zu kurz zu kommen“. Ganz persönlich wurde es, als Beate Weingardt aus ihrer Kindheit berichtete: „Ich weinte, als meine Mutter mir verriet, dass ich mich auf mein sechstes Geschwisterchen freuen soll – denn ich sorgte mich wegen danach unausbleiblich gekürzter Zuwendung “. In freier Rede und vielen schwäbischen Passagen punktete die schon mehrfache Oma mit eigenen Erfahrungen.

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„I hon Angst“, sagt ein Kind, wenn es dunkel wird. „I gang voraus, denn sehet mr scho, wia weit mir kummet“, nach dieser Antwort der Mutter geht es dem Kind schon etwas besser. „Packen Sie ihr Kind auch nicht in Watte, mit jeder selbstgemeisterten Aufgabe wächst das Selbstvertrauen“, so die Referentin. Wichtig sind auch vertraute Personen: „Bei Menschen, die niemand haben, sind Ängste ausgeprägter“. Hier könne die „Organisierte Nachbarschaftshilfe“ auch schon vielen Sorgen und Ängsten entgegenwirken.

Das Thema „Angst vor dem Tod“ kam in der folgenden Diskussion auf. Beate Weingardt antwortete hier: „In unserem Alter kann es sich dabei doch oft nur um ‚noch zu wenig Erlebtes‘ handeln. Menschen mit christlichem Glauben haben es hier doch besser, sie dürfen sich nach dem Tode auf das versprochene ewige Leben bei Gott freuen“. Nach reichlich Beifall für die Referentin gab es am Schluss der Veranstaltung noch regen Gesprächsaustausch.

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Rudi Heilig
veröffentlicht am
10.10.2026
Lesedauer: ca. 3 Minuten
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