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Bad Waldsee – Nach dem Meistertitel in der Kreisliga Oberschwaben Süd mussten sich die Schachspieler der TG Bad Waldsee neu orientieren. Bisher bestand eine Mannschaft aus sechs Spielern, in der Bezirksliga sind es aber acht. So war der Neuzugang des starken und erfahrenen Haudegens Ivica Damjanovic nach 20 Jahren Auszeit ein großer Gewinn für die erste Mannschaft der Bad Waldseer Schachspieler.
Vor dem auswärtigen Einsatz in Mengen kam es zu kurzfristigen Turbulenzen, weil mit Stefan Frommer ein Spieler und Fahrer krankheitsbedingt ausfiel. So war es eine große Erleichterung, dass Otto Lorenz innerhalb einer Viertelstunde einsprang und die Mannschaft komplettierte. Nach mehr zwei Stunden Spielzeit war noch keine Entscheidung gefallen. Karl Heiler konnte am vierten Brett aus einer leicht besseren Stellung keinen Vorteil mehr erkennen, weil sich nach dem Tausch der Damen ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ergeben würde. Sein Gegner lehnte das Remisangebot ab, denn an drei Brettern standen seine Mannschaftskollegen materiell schlechter. Nach drei weiteren Zügen bot er selbst Remis. Jetzt folgte ein überzeugender Sieg von Xhevdet Hasani, der seinen Gegner mit einer Bauernwalze im Zentrum regelrecht überrollte. Die Führung sollte nicht mehr abgegeben werden. Lorenz rechtfertigte seinen Einsatz mit einem sicheren Remis, nachdem er die Angriffsversuche seines Gegners abgewehrt hatte. Jürgen Schneider wickelte seine Partie, nachdem er einen Bauern erobert hatte, gekonnt in ein Turmendspiel ab, das er schneller gewann als notwendig, denn sein Gegner übersah die Damenumwandlung mit Schachgebot und gab sofort auf. Beim Zwischenstand von 3:1 konnte Adriatik Nanaj am ersten Brett gerne in eine Punkteteilung bei unklarer Stellung einwilligen. Neuzugang Damjanovic tat es ihm gleich, nachdem eine positionell schwierige Stellung mit weniger Raum egalisieren konnte. Matchwinner der Begegnung war Sven Woideck, der mit einem souveränen Mattangriff seinen Vorteil einer Mehrfigur umsetzte. Der einzige Wermutstropfen der Begegnung unterlief Roland Klingele, der im Endspiel einen Mehrbauern hatte. Er gab seinen Springer für zwei Bauern. Der entstandene Kampf von Vier Bauern gegeneinen Läufer und einen Bauern sollte theoretisch remis enden, das sah Klingele auch und machte noch einen schnellen Zug, der unnötig die Partie vergab. Trotzdem ist das Ergebnis mehr als zufriedenstellend beim Ziel des Verbleibs in der Liga.


























